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WAZ: Totale Sicherheit ist nie garantiert. Kommentar von Peter Müller zu Fußball und Gewalt

Essen (ots) - Enden wird die seit Langem hitzig geführte Debatte um die Mannschaftsgröße der Polizeieinheiten bei Profi-Fußballspielen nie, das Thema betrifft eben viele Menschen. Die einen sind der Ansicht, die mit Millionen hantierenden Klubs sollten sämtliche Sicherheitsmaßnahmen selbst finanzieren, die anderen erwarten ausreichenden staatlichen Schutz bei Großveranstaltungen - ob nun auf Schalke, beim BVB oder auf der Cranger Kirmes. In diesen Tagen aber wird dem Wirbel die Windstärke genommen und die Grundsatzdiskussion mit der nötigen Sachlichkeit angereichert. NRW-Innenminister Ralf Jäger hat den Vereinen bescheinigt, die Sicherheit verstärkt und sich mehr um die Fans gekümmert zu haben. Das vor einem Jahr gegen den Widerstand der Polizeigewerkschaft gestartete Pilotprojekt, das bei den meisten Spielen weniger Polizeipräsenz vorsah, gilt bei der Landesregierung nun als zukunftsweisend. Es klingt ja auch plausibel, sich auf die so genannten Risikospiele zu konzentrieren und kein Großaufgebot für Bochum gegen Sandhausen abzustellen. Sollte es allerdings bei einer solchen als harmlos eingestuften Partie doch mal Krawall und Radau geben, begänne die ganze Diskussion wieder von vorn.

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