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WAZ: Frischer Wind bei Karstadt. Kommentar von Frank Meßing

Essen (ots) - Eva-Lotta Sjöstedt greift durch: Sie bezieht die über Jahre durch Lohnverzicht und Unsicherheit gedemütigten Karstadt-Mitarbeiter ein, um den Warenhaus-Konzern aus den tiefroten Zahlen zu holen. Sie macht Schluss mit den vielen flippigen Marken, in denen ihr Vorgänger Jennings das Heil suchte, und konzentriert sich mit lokal ausgerichteten Sortimenten wieder auf die - mittelalte - Kernkundschaft. In Recklinghausen werden bereits zur Stadt passende Konfektionsgrößen angeboten. Und sie hebt einen unsäglichen Maulkorberlass auf: Die Geschäftsführer der 83 Filialen dürfen wieder für ihre Häuser sprechen. Nach nur zwei Monaten im Amt sendet Sjöstedt ermutigende Signale. Ob ihr neuer Stil ausreicht, Karstadt wieder wettbewerbsfähig und profitabel zu machen, muss sich aber erst noch erweisen. Immerhin ist nicht mehr von Filialschließungen die Rede, die Aufsichtsratschef Fanderl noch im Januar ins Spiel gebracht hatte. Der frische Wind, den die 47-jährige Schwedin mitbringt, scheint konstruktiv zu wirken.

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