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WAZ: Flexibel regulieren - Kommentar von Gregor Boldt

Essen (ots) - Tempolimits mögen für viele deutsche Autofahrer einen Eingriff in die persönliche Freiheit darstellen. Dennoch sind sie ein wirksames Instrument, um Unfälle und Lärm zu vermeiden. Ein Versuch, wie ihn die Arnsberger Bezirksregierung vorschlägt, ist es wert, überprüft zu werden. Insgesamt ist es jedoch zu empfehlen, die Geschwindigkeit nicht durch starre Schilder zu begrenzen, sondern bei der Begrenzung flexibel auf den Verkehrsfluss, Baustellen und Unfälle zu reagieren. So wie es bereits mit Hilfe von sogenannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf manchen Autobahnen geschieht. Nur sollten diese technischen Systeme auch ihren Zweck erfüllen. Autofahrer wundern sich, wenn sie eine freie A 40 vor ihrem Bug finden, die intelligente Anlage jedoch Tempo 80 vorschreibt. Die Ablehnung des Biosprits E 10 durch die Autofahrer haben die Grünen nun genutzt, um ein bundesweites Tempolimit zu fordern. Weniger CO2-Ausstoß, durch weniger Geschwindigkeit. Klingt logisch, ist aber allenfalls ein Teil eines Maßnahmenbündels zum Klimaschutz. Und immer daran denken: Wer Regulierungen einführt, muss auch für Personal sorgen, das sie überwacht.

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