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WAZ: Letzte Hilfe Leihmutter - Kommentar von Petra Koruhn

Essen (ots) - Ungewollte Kinderlosigkeit, darüber spricht man hierzulande nur ganz selten. Ganz anders in den USA, da gehört die Samenspende zum Partytalk. Promis wie Nicole Kidman oder Sarah Jessica Parker freuen sich über ihren Nachwuchs, den sie ganz ohne Babybauch in die Welt setzen ließen - per rent-a-mum, per Leihmutter. Der Leidensdruck der Menschen, die ein Kind wollen und es nicht bekommen können, ist so groß, dass auch hier immer mal wieder gefragt wird, ob die Leihmutterschaft wirklich verboten sein sollte. Wer so etwas fordert, sollte kurz darüber nachdenken, was man einer Leihmutter zumutet. Immer nur geht es um das Kind, das noch nicht einmal da ist. Nie um die Frau, die sich doch nur in finanzieller Notlage auf so ein Experiment mit ungekanntem Ausgang einlassen wird. Es gibt bessere Möglichkeiten zum Kind - per Adoption zum Beispiel. Doch das Problem ist: Wenn Paare merken, dass sie wohl kinderlos bleiben, sind sie meist zu alt für ein adoptiertes Kind. Diese Kriterien sollten geändert werden. Es schont das Budget der Krankenkassen wie die Nerven der Paare. Und die Kinder, die es schon gibt, hätten endlich eine Familie.

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