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WAZ: Angst vor den Chinesen. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots) - Eine Kindheit, die aus Verboten, Drill und Zwang besteht, hat nun wirklich nichts mit unserem Ideal von Erziehung und Bildung zu tun, das auf humanistischen Werten beruht und das Individuum mit all seinen Talenten idealerweise fördert.

Wir sollten in Deutschland, in Europa, in den USA stolz darauf sein, dass so viele Kinder in Freiheit lernen, sich ausprobieren, mit Freundschaften Lebenserfahrung sammeln, auch selbst entscheiden. Daran zu rütteln, weil das Bildungswesen längst nicht an unser Ideal herankommt, weil wir im Vergleich mit den Tigerstaaten in Bildungstests schlechter abschneiden, wäre eine Bankrotterklärung unseres Systems.

Dass es in den USA eine womöglich überspannte Yale-Professorin und Mutter schafft, anhand ihrer rüden, freiheitsberaubenden, ja: kriminellen Methoden eine ernstzunehmende Debatte über Erziehung zu entfachen, lässt tief blicken. Wie viel Angst steckt dahinter? Angst vor der schieren Masse von Top-Schülern und Studenten aus dem Reich der Mitte, die dem westlichen Wohlstand den Garaus machen könnten? Wir sollten gelassen bleiben. Und aus unserem Bildungssystem das Beste herausholen.

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