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WAZ: Mehr Kontrollen in Spielstraßen. Kommentar von Theo Schumacher

Essen (ots) - Verkehrspolitiker werden 0,9 Prozent für eine zu vernachlässigende Größenordnung halten. Statistisch mag man das so sehen, doch im konkreten Fall liegen sie falsch. Denn wenn auch die Unfälle in verkehrsberuhigten Zonen, im Umgangsdeutsch als "Spielstraßen" bekannt, in den alljährlichen Bilanzen der Polizei bestenfalls als Fußnote vermerkt sind, so verdienen sie doch erhöhte Aufmerksamkeit. Es werden von Jahr zu Jahr mehr, und mit ihnen steigt die Zahl verletzter Kinder.

Hier aber muss die Nachsicht endgültig aufhören. Ge-rade in einer Spielstraße fühlen sich Kinder und Fußgänger besonders sicher - ein gefährlicher Glaube, wenn er trügerisch ist. Wo Kinder überall toben und Passanten die Straße "in ihrer ganzen Breite" einnehmen dürfen, wo behutsames Fahren und Rücksicht am Steuer also noch mehr zählen, da ist auch das Risiko bei Verkehrsverstößen besonders hoch.

Wie der Name schon sagt: zuallererst sind Spielstraßen zum Spielen da. Und doch klagen Eltern und Anwohner immer wieder über seltsame Zeitgenossen, die - anstatt Schritttempo zu fahren - viel zu schnell über die Straßenspielplätze zwischen den Wohnhäusern rasen. Und die Behörden? Wo der Verstand nicht ausreicht, helfen nur schärfere Kontrollen. Selbst wenn an den normalen Durchgangsstraßen für die Staatskasse mehr Geld zu machen ist.

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