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WAZ: Steinkohle - zum Siegen verdammt - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Wie lange geht es noch weiter mit dem subventionierten Steinkohlebergbau? Aus Sicht der Bundesrepublik ist das fraglos eine der wichtigeren Entscheidungen, die in Brüssel auf der Tagesordnung steht. Hält der weiland als "Jahrhundertvertrag" gefeierte Steinkohleausstieg im Jahr 2018, oder hält er nicht? Das Kanzleramt ist zum Siegen verdammt. Ein Scheitern wäre ein Desaster für die Kanzlerin, die 2007 maßgeblich an dem überparteilichen Gesetz mitgewirkt hatte. Es ist seit Jahrzehnten gang und gäbe, dass die Steinkohlebeihilfen in Brüssel abzusegnen sind. Das konnte auch diesmal kaum überraschen. So etwas verbaseln nur Dilettanten. Der Vorgang zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, die besten Leute nach Brüssel zu schicken, nicht die politisch Opportunen. Gerade Gegner der unwirtschaftlichen Subventionierung des Steinkohlebergbaus sollten froh sein, dass der deutsche Kohlekompromiss ein friedlich schiedliches Ende ermöglicht - und Evonik mit 39.000 Mitarbeitern eine Zukunft eröffnet. Wer 2018 infragestellt, der nimmt fahrlässig Schäden an einem florierenden Unternehmen in Kauf.

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