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WAZ: Zukunft made in NRW - Kommentar von Jürgen Polzin

Essen (ots) - Bis zum Sinken der Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko war es für die USA eine Frage der Energiesicherheit, dass auch künftig vor den Küsten in der Tiefe nach Öl und Gas gebohrt werden sollte. Es ist ein Sinnbild: Eine Supermacht ist abhängig von Öl, so wie ein Junkie an der Nadel hängt. Bohr, baby, bohr. Was wird, wenn das billige Öl zur Neige geht? Essen ist für einige Tage die "Weltwasserstoffhauptstadt". Und auch das ist ein Sinnbild: In einer Region, die mit Kohle und Stahl Wohlstand erlangte, spricht man über die Chancen neuer Energietechnologien, die ein neues Zeitalter ermöglichen sollen - eine kohlenstofffreie Wirtschaft. Wasserstoff, ein sauberer und effizienter Energieträger, ist ein Weg aus der Abhängigkeit. An Rhein und Ruhr wird an den "Brennstoffzellen made in NRW" getüftelt. Zukunftsarbeitsplätze entstehen dort, wo der Bergbau verschwand und Energiekompetenz ein neues Kapitel aufschlug. Eine Allianz von Universitäten entwickelt Prototypen, die zum Exportschlager werden könnten. China braucht die Technik, um gesund zu wachsen. Welch eine Chance.

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