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WAZ: Angewiesen auf die Großeltern - Kommentar von Birgitta Stauber-Klein

Essen (ots)

Die Großfamilie funktioniert nicht nur, sie spielt
sogar eine wichtige, womöglich entscheidende Rolle bei der 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Generationen verstehen sich 
offenbar prima - wenn das keine gute Nachricht ist.
Bei allem Jubel: Was die Ravensburger Studie zur Rolle der Großeltern
bei der Kinderbetreuung herausgefunden hat, legt die Mängel der 
modernen Familienpolitik offen. Ein Jahr Elterngeld und der 
flächendeckende Ausbau der institutionellen Kinderbetreuung reichen 
nicht aus in einer Arbeitswelt, die von Eltern immer mehr 
Flexibilität verlangt.
Was aber, wenn die Großeltern den regelmäßigen Betreuungsdienst nicht
übernehmen? Viele Ältere wollen endlich Zeit haben für Reisen 
und/oder aufwändige Hobbys. Schließlich sind die jüngeren Senioren so
fit und finanzstark (noch) wie keine Generation vor ihnen.
In Zukunft werden zudem immer mehr Großmütter schon deshalb keine 
Zeit für die Enkel haben, weil sie selbst voll im Berufsleben stehen.
Auch das bringt die rasant gestiegene Frauenerwerbsquote und die 
Rente mit 67 mit sich.
Die Politik kann sich also nicht darauf verlassen, dass Väter und 
Mütter auch in Zukunft auf ihre Eltern und Schwiegereltern 
zurückgreifen können, wenn Arbeitszeiten und Kita-Öffnungszeiten 
nicht zusammenpassen.

Pressekontakt:

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Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de

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