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WAZ: Die Wahrheit über Steuern - Kommentar von Sabine Brendel

    Essen (ots) - Manche Wahrheiten sind bitter - und kommen Politikern im Wahlkampf äußerst ungelegen. Ein Beispiel ist die Frage, ob Steuern erhöht werden sollen. Die Antwort ist einfach: Wir müssen mehr Steuern zahlen. Jedes Jahr fließen Steuern von Bürgern und Unternehmen in einen großen Topf. In den greift die Regierung, um Bildung, Soziales oder Subventionen zu finanzieren - und in Krisenzeiten auch die Kurzarbeit. Das kommt all denen zugute, die sonst ihren Job verloren hätten. Doch im Topf ist nicht genug Geld. Also verschuldet sich die Regierung. Damit sinken aber die Möglichkeiten drastisch, wichtige Ausgaben zu finanzieren. Das schadet letztlich vor allem den Bürgern, die sowieso nicht viel Geld haben. Doch einfach nur Steuern zu erhöhen, um den Topf wieder zu füllen, ist zu platt. Steuerschlupflöcher müssen gestopft werden, die vor allem Menschen und Firmen nutzen, die sich teure Steuerberater leisten können. Zudem muss das Steuersystem einfacher werden - und Besserverdienende stärker belasten. Denn eine gerechtere Gesellschaft mit belastbaren Sozialnetzen gibt es nicht zum Nulltarif.

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