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WAZ: Schattenseite des Fußballs. Kommentar von Theo Schumacher

    Essen (ots) - Sie machen nicht einmal ein Prozent der Fans aus, die in die Stadien strömen, aber sie beherrschen leider zu oft das Geschehen am Rande: Schlägereien, Großaufgebote der Polizei, verletzte Beamte und Zuschauer. Es ist die Schattenseite des Fußballs, und doch nur ein kleiner Ausschnitt.

      Die Polizei muss die vielen friedlichen Anhänger schützen - das
ist ihr Job, wie bei jedem Rosenmontagszug. Wer Gewalt gegen
Polizisten anwendet, aber auch gegen Unbeteiligte, muss konsequent
bestraft werden. Was sonst? Man mag den Traum vom gewaltfreien
Fußball träumen, man muss dafür arbeiten, aber mit Realismus kommt
man weiter.

      Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass der Fußball schafft, was
Parteien, Kirchen und Gewerkschaften zunehmend misslingt: Er hat
massenhaften Zulauf von Aktiven und Passiven - und er integriert.
Damit erfüllt er eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe. Dass
sein Publikum nicht handverlesen sein kann, sondern zu einem Großteil
aus jenen besteht, die man in der Politik als
"Modernisierungsverlierer" bezeichnet, versteht sich von selbst. Sie
dürfen nicht isoliert werden - auch nicht im Fußball.

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