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WAZ: Guttenberg in USA - Opel hängt an Vielen - Leitartikel von Markus Günther

    Essen (ots) - Von den medialen Flitterwochen, die Wirtschaftsminister zu Guttenberg gerade erlebt, sollte man sich nicht täuschen lassen: Ob es eine Lösung für Opel gibt und wie die aussehen könnte, ist offen. Guttenbergs Reise hat daran wenig geändert. Bis ein überzeugendes Konzept für Opel auf dem Tisch liegt, muss noch viel geschehen. Kompliziert sind die Verhandlungen vor allem deshalb, weil so viele Partner und Interessen berücksichtigt werden müssen: Es geht um den Mutterkonzern General Motors, aber auch um Opel mit 25 000 Arbeitsplätzen in Deutschland, es geht um die Interessen der US-Regierung und die der deutschen und europäischen Politik. Vor allem aber: Woher das Geld für eine Rettung von Opel kommen soll, ist genau so unklar wie die Frage, wie schnell man die eng verflochtenen Konzernteile überhaupt trennen kann. Dabei spielen Patentrechte und Entwicklungskooperationen eine Rolle. Das alles muss mühsam, zugleich aber unter Zeitdruck ausgehandelt werden. Guttenbergs Besuch hat dazu einen kleinen, aber wichtigen Beitrag geleistet. Für Jubelmeldungen gibt es keinen Grund.

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