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WAZ: Mit strengsten Umweltauflagen - Kommentar von Felix Ehlert

    Essen (ots) - Warum den langen Weg nehmen, wenn es auch eine Abkürzung gibt? Mit dem Schiff zwischen Europa und Asien durch das im Sommer dünnere Eis des Nordpolarmeers zu fahren, ist nicht verwerflich, es spart Treibstoff und schont Ressourcen. Nur: Es zeigt auch, wie verdreht die Folgen des Klimawandels sein können. Industrieländer, in denen es große Reedereien und viel Außenhandel gibt, sind zwar von Erderwärmung auch betroffen. Sie können sie aber nutzen und indirekt Geld mit ihr verdienen. Eine arme Nation wie Bangladesch, die zu großen Teilen nur knapp über dem Meeresspiegel liegt, steuert derweil auf eine Katastrophe durch schmelzende Polkappen zu. So macht der Klimawandel die Reichen reicher und die Armen ärmer. Um nicht noch mehr Schaden anzurichten, darf die Schifffahrt im nicht mehr ganz so ewigen Eis keinesfalls ohne strengste Umweltauflagen zugelassen werden. Das Letzte, was diese bedrohte Region braucht, sind Ruß und Abgase, lärmende Schiffsdiesel oder eine Umweltkatastrophe durch ausgelaufenes Öl.

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