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WAZ: Wie einst versprochen - Kommentar von Christoph Meinerz

    Essen (ots) - Unterrichtsausfall mehr als halbiert, das klingt gut. Von 4,4 auf 2,0 Prozent gesenkt, hört sich weniger aufregend an. Die Zahl, die sich hinter den Prozenten verbirgt, beeindruckt hingegen schon: 2,36 Millionen Schulstunden fielen unter der schwarz-gelben Landesregierung weniger aus als bei Rot-Grün.

      Im Wahlkampf hatte die CDU versprochen, dass sie den
Unterrichtsausfall deutlich reduzieren wird. Deshalb setzt die
Landesregierung alles daran, damit sie ihr Wort halten kann.

      Die positiven Zahlen wurden vor allem durch verstärkten Druck auf
die Schulen, durch Mehrarbeit für die Lehrer erreicht. Konferenzen in
der Regel nach dem Unterricht abzuhalten ist sicherlich zumutbar.

      Doch manche Maßnahme zur Verbesserung der Statistik wirkt eher
zwanghaft als klug. So finden Elternsprechtage inzwischen vielfach
verdichtet an Nachmittagen statt. Lehrer führen Gespräche im
Zehn-Minuten-Takt, vier Zeitstunden lang, im Anschluss an sechs
Stunden Unterricht. Da leidet zwangsweise die Qualität. Aber über die
Qualität der Arbeit an Schulen sagt diese Statistik ohnehin nichts
aus.

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