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WAZ: Zurück im harten Alltag - Kommentar von Sigrid Krause

    Essen (ots) - Die Ministerin war blass, als sie sich der Presse stellte. Turbulente Monate liegen hinter Barbara Sommer und ihrem Team; zwei Sprecher fehlen neuerdings, den neuen Mann hat sie gar nicht selbst aussuchen können.

      Sie selbst steht zunehmend in der Kritik. Nicht nur die
Opposition im Landtag wirft ihr Versagen vor und fordert ihren
Rücktritt. Auch in den eigenen Reihen geht mancher auf Distanz zur
Grundschullehrerin aus Ostwestfalen. Die hatte Landesvater Rüttgers
2005 in die Zentrale der Macht geholt - obwohl sie keinerlei
Erfahrung hatte im politischen Alltag und Ränkespiel.

      Dass sie Fehler machen würde, war klar. Dass sie unbedingt
Rückhalt brauchte, auch. Der starke Mann, den Rüttgers ihr zur Seite
stellte, ist zwar Polit-Profi, dürfte als Verwaltungsjurist aber
nahezu null Ahnung von moderner Pädagogik und den Niederungen des
Schulalltags haben.

      So bleibt Sommers Rolle anstrengend: Sie muss Reformprojekte
durchziehen, die andere erdacht haben. Tapfer stellt sie sich der
Kritik, sucht Tatkraft zu verkörpern - was stellenweise sogar
gelingt. Die Frage ist, wie lange sie sich diese Rolle zumutet. Oder
zumuten lässt.

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