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Märkische Oderzeitung: zum Ärztestreik

    Frankfurt/Oder (ots) - Von den Patienten wird kaum noch gesprochen; täglich werden Krebs- und Herzkranke wegen der Streiks wieder nach Hause geschickt. Dieses unwürdige Spiel zwischen Arbeitgebern und Ärztevertretung, bei dem die Verzögerungstaktik offenkundig ist, sollte beendet werden. Denn langsam verebbt auch die Sympathie der Bürger für berechtigte Forderungen der Uniklinik-Ärzte, und die Mediziner könnten schnell zum Buhmann werden. Der allzu forsche Stil von Ärzteführer Frank Ulrich Montgomery, der seine ersten Tarifverhandlungen führt und jetzt sogar laut über Streiks bei der Fußball-WM nachdachte, ist Teil des Problems. Aber Montgomery hat den Zorn von 22 000 Universitätsärzten in Deutschland im Rücken, die ihre katastrophalen Arbeitsbedingungen samt unbezahlten Überstunden nicht mehr ertragen wollen und mit Massenabwanderung ins Ausland drohen. Auch die Arbeitgeber tragen Schuld an der Situation, weil Möllrings Verhandlungsführung bislang konzeptionslos wirkt - unter anderem auch, weil Länder wie Bremen oder Brandenburg über den Tarifabschluss mitreden, obwohl sie gar keine Unikliniken haben.  +++

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