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Märkische Oderzeitung: Handwerk: Steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen muss rückwirkend ab 1. Januar 2006 gelten

    Frankfurt/Oder (ots) - Frankfurt (Oder). Kurz vor der Kabinettsklausur in Genshagen hat der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kenztler, die Pläne zur Förderung so genannter haushaltsnaher Dienstleistungen begrüßt. Von der beabsichtigten Einführung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen erhoffe er sich "dringend benötigte Aufträge". "Wenn der Verbraucher Steuern sparen kann, macht er mit", sagte er der in Frankfurt (Oder) erscheinenden Märkischen Oderzeitung (Freitagausgabe). Zugleich forderte er, dass diese Regelung rückwirkend zum 1. Januar 2006 gelten müsse. "Die aktuellen Signale aus der Koalition stimmen uns zuversichtlich", betonte er. Auf der Klausur soll dieses Vorhaben als ein zentraler Punkt im Wachstums- und Beschäftigungsprogramm der Regierung beraten werden.

    Nach Auffassung von Kentzler würde die Einführung von Kombilöhnen keinen durchschlagenden Erfolg im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bringen. Dafür brauche es Wachstum und dieses sei nur über Reformen am Arbeitsmarkt, im Steuersystem und in den sozialen Sicherungssystemen zu erreichen. "Die Diskussion um Kombilöhne lenkt nur ab. Die flächendeckende Einführung kann sich der Staat gar nicht leisten", sagte der Handwerks-Präsident.

    Zugleich bekräftigte Kentzler die Ablehnung der von der Koalition für 2007 geplanten Mehrwertsteuer-Anhebung. "Drei Prozentpunkte mehr lassen nur die Schwarzarbeit boomen. Ein nachhaltiger Aufschwung wird dadurch verhindert", sagte er. +++

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