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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Iran/Atom

    Frankfurt/Oder (ots) - Der Vorschlag der Internationalen Atomenergie-Organisation scheint einleuchtend. Iran liefert den Großteil seines bereits schwach angereicherten Urans zur Weiterverarbeitung nach Russland und Frankreich, um im Gegenzug fertige Brennelemente zu erhalten. Das würde einen militärischen Missbrauch weitgehend ausschließen und Teheran eine zivile Nutzung der Kernenergie erlauben. Aber das Mullah-Regime zögert, weil es mit seinem Atomprogramm einen Trumpf in den Händen hält. Der Bau einer zweiten Urananreicherungsanlage deutet daraufhin, dass sich Iran alle Optionen offen hält. Eine Lösung des Konfliktes wird es wohl nur geben, wenn die USA nach 30 Jahren Sanktionspolitik mehr bieten als rhetorische Lockerungsübungen. Notwendig sind substanzielle Wirtschaftsangebote und Sicherheitsgarantien. Unabdingbar ist zuvor, dass Teherans Verzicht auf die Urananreicherung nicht zur Vorbedingung, sondern zum Ziel von Verhandlungen erklärt wird.

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