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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zur Schweinegrippe

    Frankfurt/Oder (ots) - Die Schweinegrippe ist im Anmarsch. Daran gibt es keinen Zweifel. Und wenn die Behörden davon ausgehen, dass ab September auch mit schweren Krankheitsverläufen und sogar Todesfällen zu rechnen ist, gibt es keinen Grund, den Angaben zu misstrauen. Insofern ist es zu begrüßen, dass schnell Impfstoffe entwickelt wurden und die Regierung entschlossen zu sein scheint, diese flächendeckend einzusetzen.  Gegen die Devise "Sicherheit zuerst" ist nichts einzuwenden, auch wenn die Aktion zwischen einer halben und einer Milliarde Euro kosten dürfte. Beschämend ist allerdings die Reaktion der Gesetzlichen Krankenkassen. Bevor die erste Spritze gesetzt wurde, beginnen sie einen Streit ums Geld. Dabei ist noch gar nicht klar, wie viele Menschen die Schutzimpfung in Anspruch nehmen wollen.  Rund 75 Milliarden Euro zahlen nehmen die Krankenkassen jährlich ein. Kaum vorstellbar, dass sie nicht genug Geld haben sollten, um ihrer Pflichtaufgabe Schutzimpfung nachzukommen. Ganz davon abgesehen, dass die Behandlung von Grippekranken ebenfalls nicht ganz billig werden dürfte.

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