HELABA Landesbank Hessen-Thüringen

Helaba: Betriebsergebnis nach Risikovorsorge steigt um 43%

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    Frankfurt (ots) -

    - Querverweis: Ein Dokument zur Bilanzentwicklung Helaba 2005  
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    Im Geschäftsjahr 2005 hat sich der Konsolidierungskreis des Helaba-Konzerns verändert. Im Konzernabschluss zum 31.12.2005 ist die Frankfurter Sparkasse als Tochtergesellschaft erstmals konsolidiert. In der Konzernbilanz erfolgte eine vollständige Konsolidierung, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dagegen nur eine anteilige für die Zeit nach dem Erwerbsstichtag zum 1. September. Diese und andere Veränderungen schränken die Aussagefähigkeit eines Vorjahresvergleichs auf Konzernebene stark ein. Die Darstellung der Ergebnisse ist deshalb auf das Einzelinstitut ausgerichtet.

    Geschäftsentwicklung der Bank: Gute Ergebnisse in allen strategischen Geschäftsbereichen

    Die Helaba hat das Geschäftsjahr 2005 mit einem deutlichen Ergebnissprung abgeschlossen. Parallel konnte die Ergebnisqualität verbessert werden. "Damit haben wir - auch für künftige Perioden - die einzelnen Ertragskomponenten durch die gute Positionierung der Kerngeschäftsfelder nachhaltig verbessert", so Hans-Dieter Brenner, Finanzvorstand der Helaba.

    Aufgrund der guten Ergebnisse in den strategischen Geschäftsbereichen stieg die Bilanzsumme auf 145,5 Mrd. EUR. Das entspricht einem Zuwachs um 7,7%. Das Geschäftsvolumen legte um 9,7% zu auf 187,7 Mrd. EUR.

    Die Forderungen an Kreditinstitute wurden um 2,5 Mrd. EUR auf 34,4 Mrd. EUR reduziert. Knapp ein Drittel des Forderungsvolumens entfällt auf Refinanzierungsmittel und Weiterleitungskredite für die Sparkassen in Hessen und Thüringen.

    Aufgrund des starken Neugeschäfts vor allem in den Kerngeschäftsfeldern Immobilienkreditgeschäft, Corporate Finance und Firmenkunden haben sich die Forderungen an Kunden um über 20% erhöht auf 65,8 Mrd. EUR.

    Die in Wertpapieren angelegten Mittel wurden um 2,2 Mrd. EUR auf 39,1 Mrd. EUR erhöht. Den Schwerpunkt der Anlage bilden mit 37,8 Mrd. EUR Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Die Wertpapiere werden weiterhin nach dem strengen Niederstwertprinzip und damit konservativ bewertet.

    Die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist ausschließlich auf den Erwerb der Frankfurter Sparkasse zurückzuführen.

    Refinanzierung für geplantes Wachstum in Kerngeschäftsfeldern mittelfristig gesichert

    Die Anpassungen auf der Refinanzierungsseite erfolgten zur Finanzierung des Neugeschäfts und zur Ausweitung des Bestands an hoch liquiden Mitteln in Form von Wertpapieren. Die Einlagen von Kreditinstituten erhöhten sich um 10,5% auf 50,2 Mrd. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 1,4 Mrd. EUR auf 38,4 Mrd. EUR, die verbrieften Verbindlichkeiten um 4,5 Mrd. EUR auf 45,5 Mrd. EUR.

    Über die Einbringung des Hessischen Investitionsfonds und die Begebung einer Hybridanleihe wurde 2005 vorwiegend das Kernkapital gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital wurde um 1 Mrd. EUR auf 5,2 Mrd. EUR erhöht. "Die Anlage dieser Mittelaufnahmen erfolgte in hochliquiden Wertpapieren. Damit haben wir bereits jetzt für das geplante Wachstum unserer Kerngeschäftsfelder mittelfristig die Refinanzierung sichergestellt", so Brenner.

    Aufgrund des Wachstums des Avalgeschäfts in den Kerngeschäftsfeldern sind die Verbindlichkeiten aus Bürgschafts- und Gewährleistungsverträgen um 13,7% auf  8,8 Mrd. EUR gestiegen.

    Die anderen Verpflichtungen erhöhten sich um 5,2 Mrd. EUR auf 33,3     Mrd. EUR.

    Gewinn- und Verlustrechnung: Ergebnisverbesserung trotz     Sonderbelastungen

    Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge lag zum 31.12.2005 mit 301 Mio. EUR um gut 3% über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge konnte trotz zahlreicher Belastungen um 43% auf 181 Mio. EUR gesteigert werden.

    Belastend wirkten vor allem das niedrige Zinsniveau bei unverändert flacher Zinskurve, die Sonderbelastungen aus der strategischen Eigenkapitalbevorratung und der Refinanzierung des Erwerbs der Frankfurter Sparkasse sowie die höheren Zahlungen an den regionalen und überregionalen Reservefonds. Zudem weist die Helaba den Zinsaufwand für stille Einlagen weiterhin ertragsmindernd im Zinsüberschuss aus.

    Trotz dieser Belastungen konnte der Zinsüberschuss mit 684 Mio. EUR auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Finanzierung des Kaufpreises der Frankfurter Sparkasse hat den Zinsüberschuss um rund 20 Mio. EUR geschmälert.

    Nach einem Rückgang in 2004 ist der Provisionsüberschuss 2005 um 32% auf 63 Mio. EUR gestiegen. Überschuss steigernd wirkten vor allem die wachsenden Arrangierungs- und Syndizierungsaktivitäten und höhere Avalprovisionen im klassischen Kreditgeschäft sowie im Bereich des Wertpapiergeschäfts.

    Beim Nettoergebnis aus Finanzgeschäften ist mit 40 Mio. EUR eine leichte Erhöhung zu beobachten.

    Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen fiel mit 45 Mio. EUR knapp 11% niedriger aus als im Vorjahr. Ursache hierfür sind einmalige Erträge aus Kostenweiterbelastungen aus 2004, die 2005 nicht erneut anfielen.

    Damit ergeben sich operative Erträge von insgesamt 832 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 13,9 Mio. EUR bzw. 1,7%.

    Die Verwaltungsaufwendungen konnten mit 531 Mio. EUR auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Personalaufwand fiel mit 264 Mio. EUR um 4,4% geringer aus als im Vorjahr. Ursächlich dafür waren der rückläufige Zuführungsbedarf zu den Pensionsrückstellungen sowie ein leichter Personalabbau.

    Trotz erstmaliger Zahlungen in den regionalen Reservefonds der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen sowie die höhere Dotierung des überregionalen Reservefonds liegen die Sachaufwendungen mit 266 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Entlastend wirkte die Reduzierung der Aufwendungen für Informationstechnologie und die Infrastruktur des Geschäftsbetriebes. Dank eines straffen Kostenmanagements konnte die Helaba trotz einer massiven Ausweitung des Geschäftsvolumens die ordentlichen Aufwendungen auf dem Niveau des Jahres 2001 halten.

    Die Nettozuführung für Bonitätsrisiken betrug 76 Mio. EUR. Sie hat sich damit aufgrund der günstigen Risikolage gegenüber dem Vorjahr halbiert. Maßgeblich für diese Entwicklung ist der um rund 85 Mio. EUR niedrigere Bruttozuführungsbedarf für Einzelrisiken. Zusätzlich wurde die Reserve nach § 340 f HGB erneut gestärkt.

    Der gesamte Risikovorsorgebestand, d.h. Einzel-, Pauschal- und Länderwertberichtungen, beläuft sich auf über 1 Mrd. EUR. Damit verfügt die Helaba für die Abdeckung zukünftiger, auch unerwarteter Verluste über eine komfortable Absicherung. "Die Helaba hat ihre konservative Risikovorsorgepolitik auch 2005 konsequent weiter verfolgt und allen erkennbaren Risiken vollumfänglich Rechnung getragen", so Brenner.

    Nach Ertragssteuern beläuft sich der Jahresüberschuss auf 129 Mio. EUR. Dies entspricht einem Plus von 50 Mio. EUR bzw. 64%.

    Bei der Bank wurde die Zuführung zu den Gewinnrücklagen auf 100 Mio. EUR verdoppelt. Die Ausschüttung in Höhe von 28,6 Mio. EUR entspricht einer Verzinsung des Stammkapitals von 6%.

Pressekontakt:
Wolfgang Kuß
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