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BERLINER MORGENPOST: Der Echo schafft sich ab - Julius Betschka findet, dass es eine Schande ist, wenn Antisemitismus Preise gewinnt

Berlin (ots) - Niemals ist Antisemitismus zu ertragen. Er ist zu bekämpfen. Niemals ist ihm eine Bühne zu geben. Selbst wenn halb Deutschland dafür bezahlen würde. Wenn Judenfeindlichkeit wieder zum Verkaufsschlager wird, läuft etwas schief im Land. Dass Echo-Macher und Jury-Mitglieder das nicht erkennen wollten, ist grob fahrlässig. Hinzu kommt der schlimme Verdacht, dass die Debatte den Machern nicht unrecht ist: Immer wieder fiel der Echo mit Kontroversen auf. Xavier Naidoo, der die Show 2017 moderierte, machte zuvor mit wirren Verschwörungstheorien von sich reden. Die als rechtslastig eingestufte Band Frei.Wild wurde erst vom Preis verbannt, drei Jahre später dann doch ausgezeichnet. So schafft sich der Echo ab. Und das ist - nach heutigem Kenntnisstand - gut so.

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