Banken der Automobilwirtschaft (BDA)

Banken der Automobilhersteller weiter auf der Überholspur: Bestwerte im Geschäftsjahr 2016

Frankfurt a. M. (ots) - Neugeschäft Leasing und Finanzierung umfasst Rekordsumme von 41,49 Mrd. Euro (+9 Prozent) / Vertragsbestand erreicht mit fast 113 Mrd. Euro (+11 Prozent) einen neuen Bestwert / Privatkundennachfrage nach Leasing steigt / Weiteres Potenzial im Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen / Herstellerbanken nutzen verstärkt die Chancen der Digitalisierung

Die Banken der Automobilhersteller haben im Geschäftsjahr 2016 Neufahrzeuge im Rekordwert von 41,49 Mrd. Euro auf die Straße gebracht und damit ihre Rolle als wichtiger Absatzmotor für die deutsche Automobilwirtschaft erneut unterstrichen. Das Gesamtvolumen aller betreuten Leasing- und Finanzierungsverträge in den Büchern der Herstellerbanken wuchs um elf Prozent und lag zum Jahresende beim historischen Höchststand von 112,9 Mrd. Euro. Dies gaben die "Banken der Automobilwirtschaft (BDA)" heute im Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main bekannt.

Nutzen statt Besitzen: Privatkundennachfrage nach Leasing steigt

Nachdem der deutsche Neuwagenmarkt in den letzten Jahren mit einer eher schwächeren Privatkunden-Nachfrage zu kämpfen hatte, ist der Anteil privater Neuzulassungen 2016 erstmals wieder gestiegen. Mit privaten Finanzierungs- und Leasingverträgen im Wert von rund 16,3 Milliarden Euro konnten die Herstellerbanken diese Entwicklung maßgeblich unterstützen. Während das private Finanzierungsgeschäft um vier Prozent auf 8,3 Milliarden Euro anwuchs, konnten die Autobanken das Privatleasing sogar um zwölf Prozent auf 8,1 Milliarden Euro ausbauen. "Dieser starke Zuwachs unterstreicht für uns den anhaltenden Kundentrend zum 'Nutzen statt Besitzen'", schildert BDA-Verbandsgeschäftsführer Dr. Peter Renkel. "Auch in anderen Bereichen der täglichen Mobilität, etwa beim Car-Sharing, setzt sich dieser Verbrauchertrend fort."

Gewerbliches Geschäft auch 2016 tragende Säule

Ein wesentlicher Wachstumstreiber war auch 2016 das gewerbliche Segment. Mit gewerblichen Neuverträgen in Höhe von 25,2 Milliarden Euro haben die Banken der Automobilhersteller hier ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Dabei entfallen 21,3 Milliarden Euro auf das traditionell stärkere gewerbliche Leasing und rund 3,9 Milliarden Euro auf das gewerbliche Finanzierungsgeschäft. "Mit einer guten Angebotspolitik konnten die Herstellerbanken die steigende Nachfrage weiter fördern", so Dr. Renkel. "Dieses Wachstum verdeutlicht, dass unsere Produkte und auch Dienstleistungsangebote die hohen Ansprüche gewerblicher Kunden und Unternehmen bestens treffen - sowohl im Flottensegment als auch bei kleineren Betrieben."

Herstellerbanken punkten im hart umkämpften Gebrauchtwagensegment

Die starke Marktposition in ihrem Kerngeschäft haben die Banken der Hersteller im vergangenen Jahr erneut genutzt, um weiter in strategische Geschäftsfelder hineinzuwachsen. Hierzu gehört u.a. das Geschäft mit jungen und hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen. In diesem Segment konnten die herstellerverbundenen Autobanken zuletzt zweistellig wachsen und ihr Geschäft auf 10,23 Mrd. Euro ausbauen. "Dieser Erfolg im GW-Segment ist umso beachtlicher, wenn man die harte Wettbewerbssituation und die große Anzahl branchenfremder Marktteilnehmer in diesem Bereich berücksichtigt", erläutert Anthony Bandmann, Sprecher der "Banken der Automobilwirtschaft (BDA)". "Wir sehen hier auch zukünftig noch großes Wachstumspotenzial, welches wir gemeinsam mit unseren Partnern im Markenhandel nutzen wollen."

Weitere Potenziale für zukünftige Mobilitätsdienstleistungen

Ein anhaltendes Wachstumssegment der Autobanken sind ihre Mobilitätsdienstleistungen, also autonahe Dienstleistungen über Finanzierung und Leasing hinaus, wie z.B. Kfz-Versicherungen, Garantie- und Reparaturversicherungen, Wartungsservices u.v.m. Mit insgesamt 2,56 Millionen zusätzlichen Dienstleistungsverträgen legten die Herstellerbanken in diesem Segment erneut um drei Prozent zu. "Auch mit Blick in die Zukunft sehen wir in diesem Bereich noch sehr viel Potenzial", beschreibt BDA-Sprecher Bandmann. "Zum einen durch die Ausweitung des Angebotsspektrums durch neue, zukunftsweisende Dienstleistungen, und zum anderen durch die Erschließung neuer Kundengruppen mit maßgeschneiderten Dienstleistungslösungen auch jenseits von Leasing und Finanzierung."

Herstellerbanken nutzen verstärkt die Chancen der Digitalisierung

Die enge Verknüpfung von Online- und Offlineangeboten sowie die Etablierung von nahtlosen digitalen Vertriebsprozessen sind wesentliche Erfolgsfaktoren für das weitere Wachstum der Herstellerbanken. Die BDA-Mitgliedsinstitute konnten 2016 bereits wesentliche Schritte rund um das Kernthema Digitalisierung einleiten und erste Projekte im Markt etablieren. "Diese reichen von der vollständigen Online-Strecke zum digitalen Vertragsabschluss über Vorab-Kreditzusagen oder der Nutzung neuer Online-Marktplätze bis hin zum Angebot einzelner hinzubuchbarer Dienstleistungen online", erklärt Anthony Bandmann. "Alle entsprechenden Angebote und ergänzenden Online-Vertriebsaktivitäten haben dabei gemeinsam, dass sie im engen Schulterschluss mit den Herstellern und insbesondere dem Handel umgesetzt werden", fügt der BDA-Sprecher hinzu. Auch für den weiteren Jahresverlauf 2017 sei mit digitalen Neuerungen und Projekteinführungen der Herstellerbanken zu rechnen.

Ausblick

Für den weiteren Jahresverlauf gibt sich der Verband der Herstellerbanken insgesamt optimistisch und sieht gute Rahmenbedingungen für den deutschen Automobilmarkt. "Für den deutschen Pkw-Markt rechnen wir mit Neuzulassungszahlen, die ungefähr auf dem Vorjahresniveau liegen", resümiert Dr. Renkel. Anthony Bandmann ergänzt: "Nach einem guten Jahresstart für die Herstellerbanken gehen wir zudem davon aus, dass unsere Mitglieder 2017 erneut überproportional zum Gesamtmarkt wachsen werden. Hierfür werden wir die vorhandenen Wachstumspotenziale offline und auch online konsequent nutzen."

Hintergrund

Die "Banken der Automobilwirtschaft" (BDA) sind die Dachorganisation der herstellerverbundenen Banken und Leasinggesellschaften in Deutschland. Der Verband fungiert als gemeinsame Plattform für die Banken der Automobilwirtschaft und trägt zur Positionierung automobiler Finanzdienstleistung in der Öffentlichkeit bei. Die BDA-Mitglieder sind Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen in Deutschland und Schwungrad für das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment "Mobilität". Die elf BDA-Institute repräsentieren aktuell 35 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit über 10.000 Mitarbeiter.

Weitere Informationen finden Sie unter www.autobanken.de

Pressekontakt:

Marius M. Rechenbach
Tel.: +49 (0) 221 - 71 61 88 23
Email: m.rechenbach@autobanken.de

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