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03.09.2020 – 11:13

DAK-Gesundheit

DAK-Gesundheitsreport Schleswig-Holstein: Krankenstand steigt

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Der Krankenstand in Schleswig-Holstein steigt im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozentpunkte. Mit 4,2 Prozent liegt er damit exakt auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts (4,2 Prozent). Das zeigt der aktuelle DAK-Gesundheitsreport 2020. Lesen Sie mehr in unserer Presseaussendung.

Ihr Presseteam der DAK-Gesundheit Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: Krankenstand steigt

Anstieg der Fehltage bei Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, Atemwegserkrankungen und psychischen Leiden

Der Krankenstand in Schleswig-Holstein steigt im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte. Mit 4,2 Prozent liegt er damit exakt auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts (4,2 Prozent). Laut DAK-Gesundheitsreport waren an jedem Tag des ersten Halbjahres von 1.000 Arbeitnehmern 42 krankgeschrieben. Es gab einen Anstieg der Fehltage aufgrund von Atemwegserkrankung - um 15 Prozent auf 128 Tage je 100 Beschäftigte. Insgesamt liegen die Fehlzeiten durch Erkältungen, Grippe & Co. jedoch immer noch unterhalb des schweren Grippejahres 2018. Der DAK-Report für Schleswig-Holstein zeigt auch: Die meisten Fehltage entfallen weiterhin auf Muskel-Skelett-Erkrankungen und es gibt einen Anstieg der Ausfalltage im ersten Halbjahr 2020 bei psychischen Erkrankungen.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit zeigt die Entwicklung des Krankenstandes im vergangenen Jahr und die wichtigsten Veränderungen im ersten Halbjahr 2020 auf. Demnach hatten im ersten Halbjahr 2020 DAK-versicherte Beschäftigte in Schleswig-Holstein durchschnittlich mehr Fehltage als im Vorjahreshalbjahr: 7,6 zu 7,1 Tage. Im Monatsvergleich war der Krankenstand 2020 vor allem im Lockdown-Monat März mit 5,7 Prozent erhöht, auch im Vergleich zum Vorjahr (5,2 Prozent). Im April ging der Krankenstand bereits auf 4,6 Prozent zurück. In den Monaten Mai und Juni erreichte er mit 3,3 beziehungsweise 2,3 Prozent Tiefstände. "Entgegen der Erwartungen ist ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit ausgeblieben, obwohl es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab", erklärt Cord-Eric Lubinski, Landeschef der DAK-Gesundheit in Schleswig-Holstein. "Das zeigt, dass einfache Lösungen für das Krankschreibungs-Geschehen sehr sinnvoll sind." Die DAK-Gesundheit begrüßt deshalb die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Krankschreibung per Videosprechstunde. "Wir müssen nicht nur bei COVID-19, sondern bei vielen Erkrankungen generell die Ansteckungsgefahr für das Praxispersonal und für andere Patienten mit bedenken. Wenn neue Formen der Kommunikation die persönliche Begegnung in der Arztpraxis ergänzen, ist das ein wichtiger Fortschritt."

Über die Hälfte aller Fehltage im ersten Halbjahr 2020 lassen sich auf drei Krankheitsarten zurückführen: An erster Stelle stehen Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems. Sie stiegen um elf Prozent und sind für jeden fünften Fehltag (20,5 Prozent) von Arbeitnehmern verantwortlich. Danach folgen - psychische Leiden mit 19,8 Prozent und einem Anstieg um 18 Prozent. An dritter Stelle - mit einem Plus von 15 Prozent - liegen Atemwegserkrankungen mit 16,8 Prozent Anteil am Gesamtkrankenstand. Das Niveau liegt hier mit 128 Fehltagen je 100 Arbeitnehmer weit unter dem des schweren Grippejahres 2018 (156 Fehltage). "Auch dies zeigt, dass sich die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie bewährt haben," so Cord-Eric Lubinski.

Der DAK-Gesundheitsreport für Schleswig-Holstein analysiert neben dem ersten Halbjahr 2020 auch die Fehlzeiten des vergangenen Jahres. Die Vollauswertung des gesamten Jahres 2019 zeigt: Der Krankenstand blieb 2019 mit 4,1 Prozent auf Vorjahresniveau. An erster Stelle standen auch hier die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Sie waren für mehr als jeden fünften Fehltag von Beschäftigten in Schleswig-Holstein verantwortlich (21,2 Prozent). Danach folgten psychische Krankheiten wie Depressionen mit 19,4 Prozent. An dritter Stelle standen mit 13,6 Prozent Atemwegserkrankungen wie Grippe, Bronchitis oder Sinusitis.

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von mehr als 115.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Schleswig-Holstein für das erste Halbjahr 2020 sowie für 2019 aus.

Freundliche Grüße

Stefan Poetig
DAK-Gesundheit

Unternehmenskommunikation/Public Relations
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