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Stuttgarter Zeitung: Bernd Raffelhüschen zur Gesundheitsreform : Statt eines Kompromisses nur eine Beitragserhöhung

    Stuttgart (ots) - Der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen hat die Eckpunkte zur Gesundheitsreform scharf kritisiert. "Man hat keinen Kompromiss gefunden und deshalb nur beschlossen die Beiträge zu erhöhen. Angesichts dessen, dass  gar nicht die Politik die Beitragssätze erhöht, sondern die Kassen dies in Eigenregie ohnehin tun müssen, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen, hätte man auch schlafen gehen können", sagte Raffelhüschen der Stuttgarter Zeitung. Raffelhüschen äußerte sich skeptisch zu den geplanten Spareffekten durch Strukturreformen: "An der Grundstruktur, dass die Menschen nicht wissen, was eine Leistung kostet, wird nichts geändert".  Auch den geplanten Gesundheitsfonds kritisierte Raffelhüschen als "büroktratischen Moloch, der sicher eine 1000-Mitarbeiter-Behörde schafft". "Von der wäre ich auch gerne Direktor", sagte Raffelhüschen. Dass künftig Folgeerkrankungen von Piercing oder Schönheitsoperationen nicht mehr von den Kassen bezahlt werden sollen bezeichnete der Wirtschaftsexperte als "reinen Populismus und Peanuts, über die man nicht reden muss."  Besser wäre gewesen üeber die Auslagerung der Zahnmedizin zu reden. "Das wären Größenordnungen von fünf bis acht Prozent der Ausgaben. Angesichts der großen Probleme muss man über große Volumen reden"  so Raffelhüschen.

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