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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Edathy/Friedrich

Stuttgart (ots) - Sichtlich verärgert schimpfte Hans-Peter Friedrich (CSU) nach seinem Rücktritt über "Winkeladvokaten und Rechtsverdreher", die ihm nun Vorhaltungen machten. So angesprochen durfte sich auch die Berliner Staatsanwaltschaft fühlen. Es hat sie nicht abgehalten, ein Ermittlungsverfahren gegen Friedrich wegen möglichen Verrats von Dienstgeheimnissen einzuleiten. Offensichtlich sehen die Staatsanwälte hinreichend Grund für eine vertiefte juristische Prüfung. Diese Prüfung, das ist zu betonen, ist noch kein Schuldspruch. Aber die Nonchalance, mit der Friedrich über die Grenzwertigkeit seines Verhaltens hinwegredete, war schwer erträglich. Deshalb ist es gut, dass die Frage, ob er rechtswidrig gehandelt hat, nun sauber geklärt wird.

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