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Mitteldeutsche Zeitung: Afghanistan-Einsatz
SPD und Grüne gegen Verzahnung von Isaf und Enduring Freedom

    Halle (ots) - SPD und Grüne stehen der von Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer angekündigten Verzahnung der Militäreinsätze Isaf und Enduring Freedom und einer Ausdehnung von Isaf in den Süden Afghanistans skeptisch gegenüber. "Es darf keine Vermischung der beiden Missionen geben; das muss nach außen unterscheidbar bleiben", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Gernot Erler der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe). "In der Bevölkerung ist Isaf sehr anerkannt. Das dient auch dem Schutz unserer Soldaten." Überdies gebe es im Süden Afghanistans noch echte Kämpfe. Der grüne Fraktionsvizechef Winfried Nachtwei äußerte sich ähnlich. "Isaf und Enduring Freedom müssen getrennt bleiben. Eine Verzahnung würde den Erfolg zunichte machen." Unionsverteidigungsexperte Christian Schmidt hielt dagegen. "An einer engeren Verzahnung kommt man gar nicht vorbei", sagte er dem Blatt. "Das ist für einen besseren Schutz notwendig. Von den Gegnern wird das sowieso als eins wahrgenommen." Die Taliban machten keinen Unterschied zwischen beiden Einheiten. Unter Enduring Freedom sind jene Truppen zusammengefasst, die aktiv und mit Gewalt gegen Terroristen vorgehen. Isaf ist eine Friedenstruppe.

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