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Mitteldeutsche Zeitung: zum NSU-Prozess

Halle (ots) - 27,5 Millionen Euro hat der NSU-Prozess bisher gekostet. Sehr viel Steuergeld, mit dem man viel Konstruktives anstellen könnte. Lehrer oder Polizisten einstellen zum Beispiel. Oder Schulen sanieren und Straßen erneuern. Stattdessen wurde für all das Geld mehr als fünf Jahre lang gegen die Rechtsterroristin Beate Zschäpe und ihre Helfer verhandelt. Und das war vermutlich auch noch nicht alles: Alle Parteien haben Revision angekündigt, es ist möglich, dass am Ende neu verhandelt werden muss. Der staatliche Aufwand ist auf den ersten Blick schwer zu fassen, er ist allerdings gerechtfertigt. Denn es ist die Antwort des Rechtsstaates auf unfassbare Taten. Wenn man sich empören möchte, dann bitte nicht darüber, was uns der Rechtsstaat kostet - sondern darüber, dass ein Terrortrio wie der "Nationalsozialistische Untergrund" sich überhaupt etablieren konnte.

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