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Mitteldeutsche Zeitung: Online-Ansturm auf die Polizei Schon jede zehnte Anzeige geht elektronisch ein

Halle (ots) - In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr mehr als 18 000 Anzeigen über das Online-Formular der Polizei registriert worden. Fünf Jahre zuvor waren es lediglich 5 300. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitag-Ausgabe). Für die Beamten bedeutet das eine enorme Mehrarbeit, denn das sogenannte elektronische Polizeirevier ("Reviers") ist bis heute nicht kompatibel mit dem Datensystem der Polizei. Sämtliche Informationen werden per Hand übertragen, zudem müssen die Absender kontaktiert werden. "Die eingehenden schriftlichen Informationen unterliegen keiner automatisierten Verarbeitung", sagt Stefan Brodtrück, Sprecher des Innenministeriums. Um die Beamten zu entlasten, will das Ministerium nun aufrüsten. Derzeit wird an einer neuen Version des elektronischen Reviers gearbeitet. "Voraussichtlich Anfang des Jahres" soll sie online gehen, heißt es im Haus von Minister Holger Stahlknecht (CDU). Erstmals wird das Revier direkt an das Datensystem der Polizei angebunden. Dadurch sparen sich die Beamten das erneute Eingeben aller Daten. Der Vorteil für die Bürger: Sie erhalten sofort eine Journal-Nummer, mit der sie später den Stand der Dinge abfragen können. Zudem soll ein Geo-Katalog eingebunden werden, über den sich ein Tatort präzise markieren lässt. Nicht geplant ist die Möglichkeit, Dokumente hochzuladen, etwa Fotos oder Filme vom Tatort oder Tatverlauf. Dafür müsste das System aufwendig gegen Hacker gesichert werden.

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