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Mitteldeutsche Zeitung: Kommentar zur Ukraine

Halle (ots) - Greift der Kompromiss, kann die Welt aufatmen. Wenn er scheitert, wird es zwangsläufig noch viel schlimmer. In jedem Fall hat der russische Präsident Wladimir Putin eines seiner Ziele erreicht. Wie in alten Zeiten verhandelt Russland mit den USA Auge in Auge über die entscheidenden Fragen der Weltpolitik. Die EU war in Genf aus russischer Sicht nur Staffage. Dass auch eine ukrainische Delegation mit am Tisch saß, verschwiegen staatliche russische Medien gleich ganz - und sicher nicht zufällig. Auf die beiden wichtigsten Fragen gibt der Kompromiss keine Antwort: Die Separatisten sollen entwaffnet werden. Aber von wem? Die Regierung in Kiew ist dazu erkennbar unfähig, und die Separatisten sind absolut unwillig. Die OSZE wird deren Rückzug nicht erzwingen können. Was zu Frage zwei führt: Hat Putin, die Kräfte, die er entfesselt hat, noch unter Kontrolle?

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