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Mitteldeutsche Zeitung: Sportwetten und Hartz IV Lotto Sachsen-Anhalt hält Wettverbot für Hartz-IV-Empfänger für lebensfremd

Halle (ots) - Bei Lotto Sachsen-Anhalt ist die einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln zum Wettverbot für Hatz-IV-Empfänger mit Verwunderung aufgenommen worden. Pressesprecherin Ute Semkat sagte der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen zeitung (Freitag): "Die Entscheidung ist lebensfremd, wie soll man das Verbot, Lottoscheine an Hartz-IV-Empfänger zu verkaufen, denn umsetzten?" Man könne des Menschen ihre soziale Lage weder ansehen noch sich Ausweise zeigen lassen, sagte Semkat. "Lottoverkaufsstellen sind keine Sozialpolizei." Aus Sicht von Lotto Sachsen-Anhalt werde mit einer solchen Entscheidung eine bestimmte Gesellschaftsschicht bevormundet und diskriminiert.

Es sei nicht auszuschließen dass es unter den Hartz-IV-Empfängern Menschen geben, die spielsuchtgefährdet sind, räumt Semkat ein. Es gebe aber bei Lotto Sachsen-Anhalt bereits Vorkehrungen. So dürfen Sportwetten nur noch mit Kundenkarte gespielt werden. Auffälliges Spielverhalten könnte so erkannt und die betreffenden Kunden darauf angesprochen werden. "Die Lotto-Verkäufer sind für solche Fälle geschult", so Semkat. "Die Klage betrifft nur Westlotto", betonte die Pressesprecherin. Für die Lottogesellschaft in Sachsen-Anhalt ändere die Entscheidung nichts.

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