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Mitteldeutsche Zeitung: zu Afghanistan-Abzug

Halle (ots) - Hinter der Bühne tuscheln alle Experten, dass die Lage am Hindukusch einen Abzug noch nicht ermöglicht. Die SPD hört darüber hinweg. Sie müsste sonst Ernst machen und das Mandat ablehnen. Das will sie nicht. Das Spiel, das hier gespielt wird, ist durchschaubar. Es gibt gute Gründe, für einen Abzug zu sein. Etwa, wenn man Afghanistan für einen hoffnungslosen Fall hält. In Berlin wird indes ein anderes Szenario immer wahrscheinlicher: Dass die Politik den selbst geweckten Erwartungen erliegt und spätestens 2012 unter dem Druck der näher rückenden Bundestagswahl einen Abzug einleitet, den sie im Kern für falsch hält. Sie würde zum Opfer ihrer eigenen Verlogenheit.

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