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Mitteldeutsche Zeitung: zu Wulff

Halle (ots) - Angela Merkel hat ihre erste große Schlappe als Vorsitzende der CDU erlitten. Die Nominierung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff als Kandidat für die Wahl des Bundespräsidenten war nicht ihre Entscheidung. Die Kanzlerin hatte sich klar für Ursula von der Leyen, Arbeitsministerin und Aushängeschild einer modernisierten Union, ausgesprochen. Doch die Partei hat Merkel die Gefolgschaft verweigert. Die schwarz-gelbe Regierung wird es trotz der raschen Kandidatenkür noch schwer haben. Eine geschwächte Kanzlerin muss nun zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise dafür sorgen, dass äußerst unpopuläre Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. All jene, vor allem in den Ländern, die als nächste den Unmut der Wähler befürchten, wissen aber jetzt, dass Merkel angreifbar ist. Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende hat einen Machtkampf verloren, der weitere Niederlagen erwarten lässt.

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