Das könnte Sie auch interessieren:

Handball-WM 2019: Deutschland gegen Frankreich am Dienstag live im ZDF

Mainz (ots) - Nach den beiden überzeugenden Auftritten gegen Korea und Brasilien sowie dem heutigen Spiel gegen ...

Was die PR-Elite besser macht als der Durchschnitt: Exzellenz in der Unternehmenskommunikation

Hamburg (ots) - Was unterscheidet einen durchschnittlichen von einem herausragenden Kommunikationsprofi? Vier ...

Kraftvolle Kooperation: Fitness-Magazin SHAPE launcht "Sophia Thiel Magazin" / Ab 9. Januar 2019 im Handel

München (ots) - Sie war die erste Influencerin auf der Titelseite von SHAPE. Jetzt wachsen die starken Marken ...

02.08.2006 – 20:29

Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: zu: Neues Umfrage-Tief für Schwarz-Rot

    Cottbus (ots)

Nach dem politischen Einmaleins sind große Koalitionen immer möglich. Dieser eherne Grundsatz der deutschen Parteienlehre steht womöglich schon in absehbarer Zukunft infrage. Gerade einmal 60 Prozent der Wählerstimmen bringen Union und SPD nach einer aktuellen Umfrage noch auf die Waage. Das sind fast zehn Prozent weniger als bei der Bundestagswahl vor knapp einem Jahr und beinahe 20 Prozent weniger als beim Urnengang 2002. Vor allem die Union befindet sich derzeit scheinbar im freien Fall. Der allgemeine Liebesentzug verläuft parallel zur Entzauberung der großen Koalition. Mit großem Sympathievorschuss gestartet, scheint das Regieren in Berlin inzwischen mehr Last als Lust zu sein. Ob Gesundheitsreform, Unternehmensteuer oder Kombilohn - Union und SPD übernehmen bei zentralen Vorhaben auch gleich noch die Rolle ihrer eigenen Opposition. Solchen Streit schätzen die Wähler gar nicht, was auch an der etwas naiven Vorstellung liegen mag, nur eine große Koalition könne tatsächlich Großes leisten. Gerade in der schwarz-roten Ehe regiert jedoch taktisches Kleinklein. Da keilen CDU-Länderfürsten gegen Angela Merkel, wettern SPD-Fraktionslinke gegen vermeintlich unsoziale Kabinettspläne, bleiben Fachminister wie Michael Glos (CSU) blass.  Die parlamentarische Sommerpause sollte Anlass zum Nachdenken in den Koalitionsspitzen sein. Sich über neue Ziele Gedanken zu machen, wie es jetzt Jürgen Rüttgers (CDU) anregte, ist sicher nicht die schlechteste Idee. Auch eine Kabinettsumbildung könnte wieder für frischen Wind sorgen. Die Kanzlerin hat jedenfalls gut zu tun, wenn sie aus dem Urlaub kommt.

Rückfragen bitte an:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Lausitzer Rundschau
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung

Weitere Meldungen: Lausitzer Rundschau