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Lausitzer Rundschau: Zu Köhler/Kritik/Große Koalition: Unbequemer Übervater

Cottbus (ots)

Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu
Köhler/Kritik/Große Koalition:
So kennt man den Bundespräsidenten Horst Köhler: Er nimmt kein 
Blatt vor den Mund und kritisiert, was es zu kritisieren gibt. Das 
Staatsoberhaupt ist zum unbequemen Übervater der deutschen 
Tagespolitik geworden. Seine Ziehmutter, die heutige Bundeskanzlerin 
Angela Merkel, wird ihm das nicht danken.
 Köhler wollte nie nur Repräsentant sein. Sondern sich von Anfang an 
einmischen.
 Insbesondere in Zeiten einer großen Koalition ist dieses 
Amtsverständnis vielleicht sogar erforderlich. Auf den 
Bundespräsidenten wird in der Regel gehört. Die Opposition ist 
hingegen von Union und SPD eingemauert; sie ist permanent auf der 
Suche danach, wie sie ihre Rolle erfolgreich ausfüllen kann. Das 
hindert. Köhler hat deutlich mehr erwartet von der großen Koalition. 
Das zeigt seine erneute, unverblümte Kritik.
Er ist kein Visionär, kein Prediger. Köhler glaubt, das aussprechen 
zu müssen, was vie-le seiner Landsleute wahrscheinlich denken. Das 
ist zwar volksnah, im eitlen Politikbetrieb aber macht Köhler sich 
damit unbeliebt, eckt er an. Deshalb muss der Präsident gehörig 
aufpassen. Seine stetigen öffentlichen Mahnungen - so richtig sie 
auch sein mögen - lösen bereits Zorn und Trotz aus.
 Das richtige Maß in Sachen Kritik hat der Präsident noch nicht 
gefunden, was aber wichtig wäre: Denn wer zu oft poltert und die 
Grenzen seines Amtes ausreizt, dessen Einfluss schwindet.

Rückfragen bitte an:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

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