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Lausitzer Rundschau: Lausitzer Rundschau zur Vogelgrippe bei Nutztieren: Penible Prüfungen

    Cottbus (ots) - Ein wirklicher Schock ist das Übergreifen der Vogelgrippe auf Nutztierbestände nicht. Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis das Virus seinen Weg in einen Geflügelstall finden und das erste Massensterben von Puten, Gänsen oder Hühnern auslösen würde. Das gehört zum Wesen einer unsichtbaren Gefahr - es gibt halt keinen hundertprozentigen Schutz. Panik ist dennoch fehl am Platze. Man kann an der Wirksamkeit der Stallpflicht, der Keulung, der Geflügelmarktverbote oder weiträumiger Absperrungen zweifeln. Nur: Solange es keine anderen Maßnahmen gibt, gilt das Prinzip der Risikominimierung. Um eine weitere Ausbreitung also so gut es geht zu verhindern, muss es nach den Ereignissen in Sachsen jetzt Aufgabe der Behörden sein, möglichst penibel noch einmal nachzuprüfen, ob es Schlupflöcher und schwarze Schafe gibt; ob die notwendigen Anordnungen Seehofers in der Provinz auch wirklich eingehalten werden. Alles andere wäre nicht nur fahrlässig, sondern auch ein handfester Skandal. Die Frage, ob die Tötungen zehntausender Tiere auf Dauer das Problem beseitigen werden, muss klar mit einem Nein beantwortet werden. Abfinden darf man sich damit nicht. Deshalb hat die Bundesregierung mit ihrem Forschungsprogramm das Thema Impfungen ja auch endlich in eine sinnvolle Richtung gelenkt. Tempo ist deshalb gefragt. Und dennoch: Bis der richtige Impfstoff gefunden ist, bleibt leider nur als einziger Ausweg die Schadensbegrenzung - durch Massentötung von Geflügel.

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