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Lausitzer Rundschau: zu: Kein Ende der Demonstrationen in Frankreich

    Cottbus (ots) - Es ist inzwischen gleichgültig, ob und in welcher Weise die Reform des Arbeitsrechts in Frankreich in Kraft tritt. Dass Präsident Jaques Chirac jetzt in seiner Rede ein gewisses Entgegenkommen signalisierte, nachdem bereits viele Firmen versprochen hatten, das Gesetz in der vorliegenden Form nicht anzuwenden, besänftigt die Massen nicht. Sie haben Wut im Bauch und fühlen sich nach dem wochenlangen Schweigen ihres Staatschefs missachtet. Schließlich hat die Regierung auch nicht einen ernsthaften Versuch unternommen, mit den Vertretern der Gewerkschaften zu verhandeln. Zu Recht werfen die versammelten Linksparteien Chirac nun vor, er versuche mit seiner Forderung nach einer "Reform der Reform", die Protestbewegung zu spalten. Sie haben ihn durchschaut. Wie Premier Dominique de Villepin hofft Chirac, dass den Menschen auf der Straße der Atem ausgeht. Wenn sie da nicht irren! Denn längst haben die jungen Leute auch die ältere Generation hinter sich gebracht, die um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel bangt. Und diese wird im nächsten Jahr die Wahlen mitentscheiden. Will Chirac seiner Partei Chancen erhalten, muss er den Ruf der Straße endlich ernst nehmen.

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