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Lausitzer Rundschau: Zu Schröder/Westerwelle/Klage: Ein Eigentor

    Cottbus (ots) - Die Lausitzer Rundschau, Cottbus, zu Schröder/Westerwelle/Klage:

    Das kann ja heiter werden. Wenn das Prinzip Schröder Schule macht, dann bewerfen sich unsere Politiker künftig nur noch mit Unterlassungserklärungen. Schließlich wird im Bundestag und im Wahlkampf fleißig zugespitzt und ab und an ganz gerne die Wahrheit ein wenig verbogen. Die neue Ehrlichkeit per Gerichtsbeschluss! Nein, danke. Aber im Ernst: Schröder ist kleinlich und peinlich. Der Altkanzler erinnert dabei an seinen Vorgänger Helmut Kohl, der Denkmalpflege mit einer Sicht auf die Dinge betreibt, die oft an Realitätsverlust erinnert. Das Beschimpfen von Kritikern hat Kohl zur Maxime erhoben. Und der dünnhäutige Schröder scheint es ihm nun gleichtun zu wollen. Ohne dabei zu merken, dass er sich damit den Sockel selbst wegschlägt, auf dem er steht. Das Geschmäckle, das sein Aufsichtsratsjob beim Konsortium zum Bau der Ostsee-Pipeline ohne Zweifel hat, wird Schröder jedenfalls auch per Gerichtsentscheid nicht vertreiben können. Gewinner dieses mimosenhaften Vorgangs ist natürlich Guido Westerwelle. Der FDP-Chef lacht sich zu Recht ins Fäustchen, gratis bekommt er von Schröder die medienwirksame Rolle des aufrechten Kritikers zugeschustert, die er eigentlich nicht verdient. Aber Westerwelle wäre nicht Westerwelle, würde er sich den auf dem Silbertablett servierten, politischen und persönlichen Profit entgehen lassen. Ein Eigentor, Herr Schröder!

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