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Lausitzer Rundschau: Lausitzer Rundschau zur Kritik am Standortmarketing der Region: Zersplittert

    Cottbus (ots) -

    Gemeinsam macht stark: Das gilt für die Wirtschaftsförderung des ökonomisch potenten Rhein-Main-Raumes. Jeder ist sich selbst der Nächste: Das gilt für die Wirtschaftsförderung in der ökonomisch schwachen Region zwischen Elster und Neiße. Im Drei-Länder-Eck von Hessen, Bayern und Baden-Württemberg um die Großstädte Frankfurt/Main, Wiesbaden und Mainz entstand für das Standortmarketing ein von Kommunen, Kreisen und Verbänden gemeinsam getragenes Unternehmen. Hier im Osten aber werkelt jeder noch für sich allein oder sogar jeder gegen jeden, wie es jetzt vom Bundesverband für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft moniert wurde. Dessen Brandenburger Abteilung warf deshalb die provokatorische Frage auf Ist die Lausitz noch zu retten? und stellte hiesigen Unternehmern unter diesem Motto das Beispiel des Rhein-Main-Raumes vor. In der Tat ist die Frage mehr als spannend, ob sich wirtschaftlich Schwache weiter leisten wollen, was sich wirtschaftlich Starke offenbar nicht mehr leisten können – ein Nebeneinander statt Miteinander. Das betrifft nicht nur die Investorensuche, sondern auch den Aufbau ganzer Wertschöpfungsketten, die einen Ausgangspunkt schon in Hochschul-Forschungsbereichen haben. Wirtschaftsförderung heißt Potenziale entwickeln und verknüpfen. Dazu braucht es größere Räume und kein Denken, das in Stadt- und Kreisgrenzen verharrt. Denn auch wer sich selbst der Nächste sein will, muss heute stärker auf andere bauen.


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