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Lausitzer Rundschau: Stoiber gibt Regierung Schuld am Erstarken der NPD
Grotesker Vorwurf

Cottbus (ots)

Zum Karneval wollen und sollen die Menschen
fröhlich sein, den Ärger des Alltags vergessen. Bayerns Premier
Edmund Stoiber indes scheint keinen Spaß zu verstehen, wenn es um
harte Politik geht. Ja, der alte Holzmichl lebt noch und er hat just
zum Fasching die Keule rausgeholt, um der Bundesregierung eins
überzubraten. Allerdings ging der Schlag daneben: Rot-Grün mag man
viel vorwerfen können. Dass die Koalition am Erstarken der NPD schuld
sein soll, ist aber grotesk. Gewiss lässt sich nicht leugnen, dass
die hohe Arbeitslosigkeit den Neonazis in die Hände spielt. Die
Rechtsextremisten glauben, die Rekordzahl als Beleg dafür anführen zu
können, dass die Demokratie nicht in der Lage ist, die Probleme zu
lösen. Stoiber macht es sich aber zu einfach, wenn er die Schuld an
der Misere allein der Regierung in die Schuhe schieben will. Zu
Zeiten der Regierung Kohl war die Arbeitslosigkeit ähnlich hoch, bloß
statistisch anders erfasst. Verantwortlich für die Lage auf dem
Arbeitsmarkt ist in erster Linie das System, in dem wir leben:
Globalisierung, Automatisierung, Rationalisierung heißen die
Schlagworte. Stoiber sollte sich besser an seine Freunde von Siemens
und der Deutschen Bank wenden, die trotz Rekordgewinnen Jobs abbauen.
Im Übrigen ist die NPD vor allem in Sachsen stark, wo seit 15 Jahren
die CDU regiert. Jede Opposition muss kritisieren, keine Frage. Wenn
aber Demokraten anfangen, sich gegenseitig zu zerfleischen, lachen
sich die Braunen ins Fäustchen.
ots-Originaltext: Lausitzer Rundschau

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