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Lausitzer Rundschau: Diskussion über Sicherheit auf Flughäfen Technik gegen Terror

    Cottbus (ots) - Mit dem gescheiterten Attentat auf ein US-Passagierflugzeug ist die Angst im Luftverkehr zurückgekehrt. Niemand wird sich daher ernsthaft gegen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen sträuben. Das entbindet die Behörden allerdings nicht von der Sinnhaftigkeit ihres Tuns. Wenn Passagiere gezwungen werden, eine Stunde vor Ankunft sitzen zu bleiben und keinerlei Handgepäck auf dem Schoß zu haben, dann zeugt das von blindem Aktionismus. Als ob sich ein Terrorist, der sein Mordwerkzeug unbehelligt an Bord bringen konnte, dadurch aufhalten ließe. Nein, wenn es eine Lehre aus dem vereitelten Attentat zu ziehen gilt, dann die, dass die Kontrollen gegen Waffen und Sprengstoff verbessert werden müssen, bevor die Passagiere das Flugzeug betreten. Dazu gehören wirksame technische Mittel. Dank des Schlagworts vom Körperscanner lief die Diskussion darüber lange in eine falsche Richtung. Die Geräte waren verpönt, weil sie die Intimsphäre verletzen. Längst ist die Entwicklung aber so weit fortgeschritten, dass das "Pixeln" einer Person nicht einmal mehr Rückschlüsse auf ihr Geschlecht gestattet. Mit einem solchen Gerät wäre der Attentäter wohl noch am Boden erwischt worden. Doch selbst wenn allumfassender Schutz durch Kontrollen wohl eine Illusion bleiben wird, man stelle sich vor, der jüngste Terrorversuch hätte nicht bei einem Flug in die USA, sondern nach Berlin stattgefunden - niemand würde darüber reden, ob Körperscanner der Menschenwürde im Wege stehen.

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