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Lausitzer Rundschau: Arbeitsmarktprogramme wenig erfolgreich
Bildung ist das A und O

    Cottbus (ots) - Groß angelegte Programme, kleine Wirkung. So lässt sich die jüngste Bilanz zur staatlichen Arbeitsförderung zusammenfassen. Die Zweifel sind freilich nicht neu. So haben es die Unternehmen inzwischen mit einem wahren Förderdschungel für die Beschäftigung bestimmter Problemgruppen zu tun, bei dem es schwer fällt, die Übersicht zu behalten. Gleichwohl ist die Bundesregierung an dieser Stelle durchaus lernfähig. So wurden erst zu Jahresbeginn gleich mehrere Förderinstrumente aus dem Gesetzbuch gestrichen, deren Praxistauglichkeit gegen Null tendierte. Dazu gehörten zum Beispiel Eingliederungszuschüsse bei Vertretungen und die Befreiung von bestimmten Sozialbeiträgen bei der Einstellung älterer Arbeitnehmer. Wahr ist allerdings auch, dass die staatliche Arbeitsförderung in Zeiten eines wirtschaftlichen Booms in den Hintergrund tritt. Soll heißen: Der Firmenchef muss nicht extra zu Personaleinstellungen animiert werden, wenn die Auftragslage gute Gewinne verspricht. Das gleiche gilt aber auch umgekehrt. Ein Indiz dafür könnte die geringe Beachtung des Ausbildungsbonus' sein. Die Einführung dieses Instruments fiel genau in die Phase einer sich abschwächenden Konjunktur. Selbst bei einem Zuschuss von mehreren Tausend Euro hält sich die Bereitschaft in den Betrieben zur Schaffung zusätzlicher Lehrstellen demnach stark in Grenzen. Über eine Tatsache kann allerdings selbst die beste Wirtschaftslage nicht hinweg täuschen: Menschen mit geringer Bildung und Qualifizierung haben es auf dem Arbeitsmarkt immer schwerer. Dank des ökonomischen Fortschritts brauchen die Betriebe vor allem Fachpersonal. Hier muss die staatliche Arbeitsförderung noch stärker als bisher ansetzen.

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