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10.07.2007 – 19:56

Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: Gipfel zur Integration Der Finger in der Wunde

Cottbus (ots)

Integration ja, Zuzug nein. So lautet die Linie
der Bundesregierung für den Umgang mit Ausländern. Allerdings nicht 
mit allen. Mit der Novelle des Ausländergesetzes werden die Hürden 
für die Zuwanderung von Türken und Arabern immer höher geschraubt, 
auch beim Zuzug innerhalb von Familien. Bei Menschen aus "westlichen"
Kulturen werden sie gesenkt. Integration wird für Türken und Araber 
nicht zum Kann, sondern zum Muss. Zu ihrem eigenen Wohl. Aber eben 
auch zur Abschottung. Das wirkt nicht nur doppelbödig, das ist 
doppelbödig. Man muss kein Deutscher mit türkischer Herkunft sein, um
deshalb auf die Palme zu gehen. Noch jeder Lobbygruppe wird es 
gestattet, der Wirtschaft zumal, in jedem Berliner Gesetz die eigene 
Handschrift zu hinterlassen. Manchmal bis zur totalen Verwässerung - 
siehe Gesundheitsreform. Beim Zuzug von Ausländern aber ist Berlin 
ganz streng, ganz deutsch unter sich, frei nach dem Motto: Die kommen
nicht rein und haben auch nicht mitzureden.
 Der Integrationsgipfel ist der erste der vielen Gipfel der 
Kanzlerin, der mit Disharmonie nicht nur beginnt, sondern auch enden 
wird. Mit ihrem Boykott machen die türkischen Verbände den 
Widerspruch der herrschenden Ausländerpolitik deutlich. Sie legen den
Finger in die Wunde. Integration setzt Vertrauen und Offenheit 
voraus. Und daran mangelt es noch immer.

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