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Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

dena plädiert für Kapazitätsmarkt
Kohler: Bedeutung der Versorgungssicherheit darf nicht unterschätzt werden

Berlin (ots)

Nach einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) gehört der Bau effizienter Gas- oder Kohlekraftwerke nur für 12 Prozent der Deutschen zur Energiewende, lediglich 4 Prozent sehen in dieser Aufgabe den größten Handlungsbedarf.* Angesichts dieser Ergebnisse warnt die dena davor, die Bedeutung der Versorgungssicherheit in der Energiewende zu unterschätzen. Dies gelte auch für die Politik. "Die bisherigen Pläne der Koalitionsparteien, die Einführung eines Marktes für gesicherte Kraftwerksleistung lediglich prüfen zu lassen, greifen noch zu kurz", sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Wir brauchen die verbindliche Einführung von Kapazitätsmärkten."

Unter den aktuellen Marktbedingungen wird nicht genügend in fossile Kraftwerke investiert. Die vorhandenen Kapazitäten reichen mittelfristig nicht aus, um die Energiewende sicher, bezahlbar und nachhaltig zu realisieren. Durch das Abschalten der Atomkraftwerke bis 2022 besteht ein akuter Bedarf an neuen, effizienten Gas- und Kohlekraftwerken, insbesondere im Süden, weil dort rund zwei Drittel der gesicherten Leistung stillgelegt werden.

"Deutschland braucht eine Stromversorgung, auf die es sich verlassen kann", betonte Stephan Kohler. "Strom aus Wind- oder Sonnenkraft ist nicht jederzeit verfügbar. Deshalb werden wir auf absehbare Zeit auch bei einem hohen Anteil an regenerativen Energien auf eine beträchtliche Leistung auf fossiler Basis als Ausgleich angewiesen sein. Im Moment machen aber alle Kraftwerksbetreiber Verluste, vom großen Energieversorger bis zum kommunalen Stadtwerk. Denn bezahlt wird nur der gelieferte Strom, nicht die zur Verfügung gestellte Leistung. So kann es nicht weitergehen."

Die dena plädiert für einen Kapazitätsmarkt, der über europaweite Ausschreibungen die kostengünstigste Leistung ermittelt, die zur Wahrung der Versorgungssicherheit notwendig ist. Die Ausschreibung sollte technologieoffen sein, aber Obergrenzen für die CO2-Emissionen von Kraftwerken festlegen. Neben Kraftwerken berücksichtigt das von der dena vorgeschlagene Marktmodell auch Speichertechnologien und Industriebetriebe, die zu bestimmten Zeiten ihren Stromverbrauch gezielt herunterfahren können. Denn auch das dient der Stabilisierung des Stromsystems.

"Die Brisanz des Themas ist offenbar vielen nicht klar", sagte Stephan Kohler. "Der Atomausstieg ist richtig, der Ausbau der erneuerbaren Energien auch. Aber die Erneuerbaren müssen sinnvoll integriert und durch fossile Kraftwerke, Speicher und abschaltbare industrielle Anlagen ergänzt werden - und zwar in enger Abstimmung mit unseren europäischen Nachbarn. Nur so kann die Energiewende ein Erfolg werden."

Wie die Versorgungssicherheit in der Energiewende gewährleistet werden kann, ist eines der Themen auf dem Energieeffizienzkongress der dena am 25. und 26. November in Berlin. Mehr zum Programm und zur Anmeldung unter www.dena-kongress.de.

*Repräsentativ quotierte Online-Umfrage von YouGov Deutschland im Auftrag der dena. Gesamtstichprobe: 1620 Personen; Erhebungszeitraum: November 2013. Mehr zu den Ergebnissen unter www.dena.de/presse.

Pressekontakt:

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Dr. Philipp Prein,
Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 72 61 65-641, Fax: +49 (0)30 72 61 65-699, E-Mail:
presse@dena.de, Internet: www.dena.de

Original-Content von: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), übermittelt durch news aktuell

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