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Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Brot- und Mehlpreisdiskussion

Berlin (ots)

Während der Deutsche Bauernverband in völliger
Verkennung der ernsten Marktlage nach wie vor bestreitet, dass ein 
unmittelbarer Zusammenhang zwischen den massiven Getreide- und 
Mehlpreissteigerungen sowie der Preisentwicklung bei Brot und 
Backwaren besteht, zieht die zuständige EU-Kommissarin Fischer Boel 
jetzt die Notbremse: Die Stilllegungsprämie (obligatorischer 
Stilllegungssatz) soll für die Aussaaten Herbst 2007 und Frühjahr 
2008 auf 0,0 Prozent abgesenkt werden. Der Zentralverband des 
Deutschen Bäckerhandwerks in Berlin begrüßt diesen Schritt und 
kritisiert die "bewusste Irreführung der Öffentlichkeit über die 
Preisbildungsfaktoren bei Brot und Backwaren" durch den Deutschen 
Bauernverband:
Die Betriebe des Bäckerhandwerks und des backenden Gewerbes 
allgemein sind einem zunehmend extremen Preisdruck für ihren 
wichtigsten Rohstoff - das Mehl - ausgesetzt. Dieser Preisdruck wird 
zum einen durch eine steigende Nachfrage auf dem Weltmarkt 
verursacht, zum anderen durch eine künstlich aufgrund staatlicher 
Subventionsmaßnahmen herbeigeführte Verknappung des Angebotes.
Die notwendigen Überlegungen der Betriebe zu Preisanpassungen im 
Brot- und Backwarenbereich werden nachhaltig belastet durch völlig 
unsachgemäße öffentliche Darstellungen des Deutschen Bauernverbandes,
der immer wieder durch unzutreffende Aussagen den Eindruck 
hervorrufen will, die Preisgestaltung für Brot- und Backwaren hänge 
ausschließlich vom Mehlpreis ab. Der Preis für unseren wichtigsten 
Rohstoff - das Mehl - ist ohne Zweifel ein wichtiger, aber nicht der 
alleinige Preisbildungsfaktor für die Produkte des Bäcker- und 
Konditorenhandwerks. Genauso wichtig für diese Preisbildung sind die 
nach wie vor steigenden Personal- und Energiekosten, die neben 
anderen Faktoren gemeinsam mit den Rohstoffkosten die Basis unserer 
Preisbildung darstellen.
Präsident Peter Becker:
"Der Deutsche Bauernverband sollte die bewusste Irreführung der 
Öffentlichkeit über die Preisbildungsfaktoren bei Backwaren endlich 
abstellen, weil wir nicht länger akzeptieren, dass ein aus 
Steuermitteln hochsubventionierter Wirtschaftsbereich anderen 
Branchen Kalkulationsvorschriften machen will. Es ist eine 
betriebswirtschaftliche Selbstverständlichkeit, dass 
Preissteigerungen im hohen zweistelligen Prozentbereich für unseren 
wichtigsten Rohstoff Mehl nicht ohne Einfluss auf die 
Preiskalkulation unserer Betriebe bleiben. Dies haben ausschließlich 
die verantwortlichen Unternehmer des Bäcker- und Konditorenhandwerks 
zu entscheiden und nicht die Vertreter irgendwelcher völlig anders 
gelagerter Interessen."
Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Groebel:
"Die von der EU-Kommissarin Frau Fischer Boel angekündigte 
Herabsetzung des Satzes der obligatorischen Stilllegung wird in der 
Europäischen Union dazu führen, dass eine zusätzliche Menge von 10 
bis 17 Mio. t Getreide produziert werden kann. Dies trägt eindeutig 
zu einer Entspannung der Marktlage bei. Es wäre besser, wenn der 
Deutsche Bauernverband solche sinnvollen Maßnahmen unterstützen 
würde, anstatt anderen Branchen Vorschriften über deren Preisbildung 
zu machen."

Pressekontakt:

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V.
Hauptgeschäftsführer Dr. Eberhard Groebel
Tel: (030) 20 64 55-0
E-Mail: zv@baeckerhandwerk.de

Original-Content von: Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V., übermittelt durch news aktuell

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