GdP: OK Bekämpfung schwere und gefährliche Arbeit
Berlin, 25. Februar 2026
Gewerkschaft der Polizei (GdP) zur Vorstellung Gemeinsamer Aktionsplan gg. Organisierte Kriminalität durch BM Klingbeil, BM Dobrindt und BMn Hubig
GdP: OK Bekämpfung schwere und gefährliche Arbeit
Berlin. Zur heutigen Vorstellung des gemeinsamen Aktionsplans gegen Organisierte Kriminalität verweist die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf Ihr Positionspapier Organisierte Kriminalität. Mit Blick auf den drohenden Kollaps der Strafjustiz in Deutschland sei der gemeinsame Aktionsplan aus Polizei, Zoll, Justiz ein erster Schritt zur Stärkung der Kriminalitätsbekämpfung.
„Die Bundesregierung macht ernst und setzt ihre Sicherheitsoffensive fort. Der Kampf gegen organisierte Banden und Netzwerke ist für Polizisten schwere und gefährliche Arbeit. Diese Neuausrichtung wird eine wirksame Konzentration der Kräfte in Deutschland ermöglichen und uns schlagkräftiger werden lassen. Die konsequente Bekämpfung der wachsenden Organisierten Kriminalität ist essenziell für eine Reduzierung von Kriminalität und Gefahren in Deutschland“, kommentiert der GdP Bundesvorsitzende Jochen Kopelke den Aktionsplan.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erwarte, dass der Aktionsplan die Stärkung von Personal und Spezialisierung berücksichtige. Kriminelles Vermögen müsse konsequent abgeschöpft und dann den Sicherheitsbehörden zur Verfügung gestellt werden. „Die Ausweitung von Ermittlungsbefugnissen ist bitter nötig, damit wir verschlüsselte Kommunikation und IP-Adressen endlich verwerten können“, mahnt Kopelke.
Die Ermittlungsbehörden leiden aus Sicht der GdP vor allem unter enormem Aktendruck, Personalmangel, gestiegenen Dolmetscherkosten, Massenverfahren, schleppender Digitalisierung und neuen Kriminalitätsphänomenen. „Die Menschen in Deutschland fühlen sich unsicher und verlieren zunehmend das Vertrauen in den Rechtsstaat. Organisierte Kriminalität nutzt diese Umstände täglich gezielt aus. Neben Gesetzesänderungen braucht es endlich spürbar mehr Polizisten, Zöllner, Staatsanwälte und Richter“, fordert Kopelke.
- - - - - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.
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