Alle Storys
Folgen
Keine Story von SBK - Siemens-Betriebskrankenkasse mehr verpassen.

SBK - Siemens-Betriebskrankenkasse

Der SBK ePA-Puls zeigt: Nutzen entscheidet über den Erfolg der Digitalisierung
Fast zwei Drittel der Menschen würden die ePA häufiger nutzen, wenn dort ein Medikationsplan verfügbar wäre

Der SBK ePA-Puls zeigt: Nutzen entscheidet über den Erfolg der Digitalisierung / Fast zwei Drittel der Menschen würden die ePA häufiger nutzen, wenn dort ein Medikationsplan verfügbar wäre
  • Bild-Infos
  • Download

München (ots)

Heute wurde im Kabinett das Gesundheits-Digitalgesetz (GeDiG) verabschiedet. Damit beginnt der offizielle Gesetzgebungsprozess zu dem Digitalgesetz und gleichzeitig eine neue Phase der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Nach dem Aufbau der technischen Infrastruktur entscheidet sich jetzt, ob digitale Anwendungen für Versicherte im Alltag einen spürbaren Nutzen schaffen. Aktuelle Daten der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse zeigen: Die Bereitschaft der Menschen ist vorhanden - entscheidend sind einfache Zugänge und konkrete Anwendungsfälle.

Eine repräsentative SBK-Umfrage zeigt, dass die elektronische Patientenakte (ePA) inzwischen bei 90 Prozent der gesetzlich Versicherten bekannt ist. Auch die aktive Nutzung entwickelt sich weiter: Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der aktiv Nutzenden und denjenigen, die dies planen von 21 Prozent im Mai 2025 auf 29 Prozent im Juli 2026 gestiegen. Gleichzeitig haben lediglich 11 Prozent der Befragten der ePA widersprochen.

Die nächste Herausforderung: Aus Bekanntheit muss Nutzung werden

Die Ergebnisse zeigen: Die zentrale Herausforderung ist nicht die grundsätzliche Akzeptanz der ePA. Viele Versicherte nutzen sie bislang noch nicht aktiv, ,weil sie keinen Bedarf sehen oder sich noch nicht ausreichend mit der ePA beschäftigt haben. 50 Prozent der Befragten haben der ePA nicht widersprochen, nutzen sie aber bisher nicht aktiv.

Auch die Einbindung in die Versorgung kann weiter gestärkt werden: 69 Prozent der Befragten geben an, bislang noch nie mit ihrer Arztpraxis über die ePA gesprochen zu haben.

Damit zeigt sich: Die nächste Entwicklungsstufe der Digitalisierung entscheidet sich nicht allein an der Verfügbarkeit digitaler Anwendungen, sondern daran, wie selbstverständlich sie in der Versorgung genutzt werden.

Konkrete Anwendungen können den Unterschied machen

Die Umfrage zeigt zugleich, welche Anwendungen für Versicherte besonders relevant sind. Ein wichtiger Hebel ist der elektronische Medikationsplan: 63 Prozent der Befragten, die mehrere Medikamente einnehmen, würden die ePA häufiger nutzen, wenn dort ein digitaler Medikationsplan verfügbar wäre.

Auch digitale Überweisungen und digitale Terminangebote treffen auf Interesse. Die Ergebnisse zeigen: Versicherte erwarten von der Digitalisierung vor allem praktische Unterstützung im Versorgungsalltag.

Digitale Angebote werden angenommen, wenn sie einfach funktionieren

Dass Versicherte digitale Lösungen nutzen, wenn diese einen konkreten Nutzen bieten, zeigen auch die Erfahrungen der SBK.

Die App "Meine SBK" wird bereits von mehr als 527.000 Versicherten genutzt. Das entspricht 56 Prozent der anspruchsberechtigten Versicherten. Allein im ersten Halbjahr 2026 haben sich knapp 33.000 Versicherte neu registriert.

Im gleichen Zeitraum nutzten rund 332.000 Versicherte die digitalen Services der App wie den Fotoupload für die elektronische Gesundheitskarte oder das digitale Bonusheft insgesamt über 1.740.000 Mal. Mehr als 361.000 Versicherte nutzen die Online-Post, über die bereits über 631.000 Dokumente digital bereitgestellt wurden.

Auch die ePA gewinnt bei den SBK-Versicherten zunehmend an Bedeutung: Rund 130.000 Versicherte haben die ePA-App bereits heruntergeladen - mit kontinuierlich steigender Tendenz.

Die Erfahrungen der SBK zeigen: Digitale Angebote werden angenommen, wenn sie leicht zugänglich sind, Orientierung geben und einen konkreten Mehrwert im Alltag schaffen.

Der nächste Schritt ist die Verankerung in der Versorgung

Mit dem GeDiG werden wichtige Voraussetzungen geschaffen, um digitale Anwendungen weiterzuentwickeln. Jetzt kommt es darauf an, diese Angebote konsequent in den Versorgungsalltag zu integrieren und ihren Nutzen für Versicherte sichtbar zu machen.

Die Gesundheitsdigitalisierung wird dann erfolgreich sein, wenn sie nicht nur technisch möglich ist, sondern für Menschen im richtigen Moment eine echte Unterstützung bietet.

Die wichtigsten Ergebnisse der SBK-Umfrage zur ePA

  • 90 % der gesetzlich Versicherten kennen die elektronische Patientenakte.
  • Die aktive Nutzung und Planung der Nutzung stieg von 21 % (Mai 2025) auf 29 % (Juli 2026).
  • 50 % nutzen die ePA bislang nicht aktiv, obwohl sie ihr nicht widersprochen haben.
  • 11 % haben der ePA widersprochen.
  • 69 % haben bislang noch nie mit ihrer Arztpraxis über die ePA gesprochen.
  • 63 % der Menschen mit mehreren Medikamenten würden die ePA wegen eines elektronischen Medikationsplans häufiger nutzen.

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 10. und 13.07.2026 insgesamt 2170 Personen befragt, darunter 1.950 gesetzlich Versicherte. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Pressekontakt:

Franziska Herrmann
Stab Unternehmenskommunikation
SBK Siemens-Betriebskrankenkasse

Tel.: +49 89 62700-710
Mobil: +49 160 95332422
E-Mail: franziska.herrmann@sbk.org

Original-Content von: SBK - Siemens-Betriebskrankenkasse, übermittelt durch news aktuell