BVR Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

BVR zum Jahreswirtschaftsbericht: "Arbeitsmarkt dringend flexibilisieren!"

    Berlin (ots) - Als realistisch bezeichnete der Bundesverband der
Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die
Wachstumsprognose der Bundesregierung für das laufende Jahr.
Deutschland stecke in einer ausgeprägten Wachstumsflaute. Von einer
Aufhellung des Konjunkturbildes könne - auch wenn sich die
Geschäftserwartungen leicht verbessert hätten - noch keine Rede sein.
In der zweiten Hälfte des Jahres dürften zwar die konjunkturellen
Auftriebskräfte wieder die Oberhand gewinnen, auf das ganze Jahr
gesehen werde das Wachstum aber nicht mehr als die auch von der
Bundesregierung erwarteten dreiviertel Prozent betragen.
    
    Angesichts dieser Wachstumsschwäche und dem damit verbundenen
Anstieg der Arbeitslosigkeit könne sich Deutschland auch im Wahljahr
keinen Reformstillstand leisten, so der BVR. Die Bundesregierung
müsse unverzüglich die auch von ihr als notwendig erkannte
Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in Angriff nehmen. An die
Tarifpartner appellierte der BVR, ihre moderate Lohnpolitik der
letzten Jahre fortzusetzen. Die ohnehin schwache Investitionsneigung
der Unternehmen dürfe nicht durch überzogene Lohnabschlüsse oder
durch Arbeitskämpfe weiter geschwächt werden. Eine Lohnpolitik, die
ihrer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung nicht gerecht werde, nähme
zudem der Europäischen Zentralbank die Möglichkeit, die Konjunktur
mit weiteren Zinssenkungen zu stützen.
    
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Raiffeisenbanken (BVR)
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