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KPMG-Studie zeigt: Illegaler Zigarettenhandel erreicht Rekordniveau

Gräfelfing (ots)

  • Illegaler Markt wächst europaweit deutlich (+5,9 Prozent): 55,3 Milliarden illegale Zigaretten verursachen 22,4 Milliarden Euro Steuerausfälle. In Europa ist inzwischen jede neunte konsumierte Zigarette illegal.
  • Immer mehr Fälschungen in Europa: Der Anteil gefälschter Zigaretten ist europaweit im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen.
  • Deutschland weiterhin vergleichsweise stabil, aber mit steigender Tendenz: Mit 2,5 Prozent bleibt der Anteil illegaler Zigaretten vergleichsweise moderat. Gleichzeitig steigen die absoluten Mengen und die Steuerausfälle. Besonders gefälschte Zigaretten gewinnen an Bedeutung.
  • Nicht in Deutschland versteuerte Produkte bei erhitztem Tabak: Bei 34 Prozent der hierzulande konsumierten Produkte wurde die Steuer nicht in Deutschland entrichtet.
  • Regulatorische Lücken beim Markt für orale Nikotinprodukte: 91,9 Prozent der in Deutschland konsumierten Produkte sind laut Bericht nicht verkehrsfähig.

Der illegale Zigarettenmarkt in Europa wächst weiter. Das zeigt die aktuelle "KPMG-Studie zum Konsum von illegalen Zigaretten und erhitztem Tabak sowie dem Anteil von Nikotinprodukten zum oralen Gebrauch in Europa 2025" (Link). In den 38 untersuchten europäischen Ländern wurden im Untersuchungszeitraum rund 55,3 Milliarden illegale Zigaretten konsumiert. Den Staaten entgingen dadurch Steuereinnahmen in Höhe von rund 22,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 15,2% Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anteil illegaler Produkte am gesamten Zigarettenkonsum stieg auf 11,1 Prozent. Gleichzeitig nahm die Zahl gefälschter Zigaretten im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 24,7 Milliarden Stück zu. In Deutschland verursachten illegale Zigaretten im Jahr 2025 Steuerausfälle von rund 486 Millionen Euro.

Deutschland: Vergleichsweise moderater Anteil illegaler Zigaretten, dennoch hohe Schäden

Deutschland gehört im europäischen Vergleich mit einem Anteil von 2,5 Prozent illegaler Zigaretten weiterhin nicht zu den Ländern mit den höchsten Schwarzmarktanteilen. Dennoch stieg die konsumierte Menge von 1,7 Milliarden auf 1,9 Milliarden Stück. Die daraus resultierenden Steuerausfälle beliefen sich auf rund 486 Millionen Euro - ein Anstieg um 85 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Der Anteil gefälschter Zigaretten lag 2025 bei 32 Prozent des illegalen Zigarettenmarktes. Das entspricht einem Plus von sechs Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu Ländern wie Frankreich, dem Vereinigten Königreich oder den Niederlanden bleibt der illegale Markt in Deutschland anteilig bislang deutlich kleiner. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch auch, dass illegale Strukturen hierzulande an Bedeutung gewinnen - insbesondere bei gefälschten Produkten. Deutschland ist absolut gesehen inzwischen der siebtgrößte Markt für illegale Zigaretten in Europa.

Europa: Große Preisunterschiede fördern den illegalen Handel

Europaweit zeigt sich ein klarer Trend: Deutliche steuerinduzierte Preisunterschiede zwischen einzelnen Märkten können grenzüberschreitende Ausweichbewegungen sowie illegale Handelsstrukturen begünstigen. Die KPMG-Analyse zeigt außerdem, dass sich die Strukturen der organisierten Kriminalität verändern. Produktions- und Lieferketten werden zunehmend aufgeteilt, und illegale Fabriken entstehen verstärkt auch in westeuropäischen Ländern. Im vergangenen Jahr wurden europaweit mehr als 100 illegale Zigarettenfabriken entdeckt. Deutschland gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung als Transitland und teilweise auch als Produktionsstandort für illegale Tabakprodukte, die in andere EU-Staaten geliefert werden.

Frankreich bleibt das Land mit dem größten illegalen Zigarettenmarkt Europas. Dort liegt der Anteil illegaler Zigaretten bei 41,4 Prozent (20,5 Milliarden Stück). Allein auf Fälschungen entfallen fast 9,7 Milliarden Zigaretten. Das entspricht rund 19 Prozent des gesamten französischen Zigarettenkonsums. Frankreich verzeichnete 2025 zudem erneut den stärksten Anstieg beim illegalen Zigarettenkonsum in Europa.

Grenzhandel und Schmuggel prägen den Markt für Tabakerhitzer in Deutschland

Neben klassischen Zigaretten untersucht der KPMG-Bericht auch den Markt für Tabaksticks für Tabakerhitzer. Dabei zeigt sich: 34 Prozent der konsumierten Tabaksticks wurden nicht in Deutschland versteuert. Das weist auf grenzüberschreitende Käufe sowie auf illegale Zuflüsse hin.

Deutschland weist damit im Vergleich mit anderen europäischen Ländern einen der höchsten Anteile günstiger legaler Produkte aus Nachbarländern sowie illegal eingeführter Produkte bei erhitztem Tabak auf. In Italien hingegen, wo der Markt für erhitzten Tabak mehr als doppelt so groß ist wie in Deutschland, gibt es kaum Zuflüsse aus dem Ausland. Das kann als Hinweis darauf gesehen werden, dass eine deutlich differenzierte Besteuerung Ausweichbewegungen begrenzen kann.

Orale Nikotinprodukte: Regulierungslücken stärken den Schwarzmarkt

Erstmals analysiert der Bericht auch den Konsum oraler Nikotinprodukte. In Deutschland sind laut Bericht 91,9 Prozent der konsumierten Produkte nicht verkehrsfähig. Darunter fallen hauptsächlich tabakfreie Nikotinbeutel (78 Prozent), Snus (12 Prozent) sowie nicht verkehrsfähiger Kautabak (2 Prozent). Für diese Produkte besteht in Deutschland keine regulär zugelassene Vertriebskategorie, im Gegensatz zu Kautabak (8 Prozent), der in Deutschland legal vertrieben werden darf.

Trotzdem sind diese Erzeugnisse im Handel präsent. Laut einer Erhebung von Ipsos (Link) sind orale Nikotinprodukte in nahezu jedem sechsten Geschäft in Deutschland erhältlich (15,8 Prozent). Rund ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte waren Fälschungen. Eine Untersuchung leerer Verpackungen im öffentlichen Raum zeigt: Es dominieren weiterhin Produkte mit schwedischer Kennzeichnung, hergestellt von einer Vielzahl unterschiedlicher Anbieter. Im Jahr 2025 entfielen 54,4 Prozent aller gefundenen Packungen auf diese Herkunft. Das entspricht einem Rückgang um 13,1 Prozentpunkte gegenüber 2024. Gleichzeitig nahm der Anteil von Produkten mit deutscher Kennzeichnung deutlich zu: 2025 lag er bereits bei 18,2 Prozent - ein Plus von 5,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Das ist bemerkenswert, da es regulatorisch keine entsprechende legale Produktkategorie gibt.

Fazit

Der aktuelle KPMG-Bericht zeigt: Der illegale Tabakmarkt bleibt ein europaweites Problem mit erheblichen finanziellen Folgen für die Staaten. Deutschland steht im europäischen Vergleich weiterhin relativ stabil da, ist jedoch zunehmend in internationale Handels- und Produktionsstrukturen eingebunden. Eine ausgewogene Steuer- und Regulierungspolitik, die unerwünschte Ausweichbewegungen begrenzt, bleibt deshalb ein zentraler Faktor im Kampf gegen den illegalen Handel.

Den vollständigen KPMG-Bericht inklusive einer Detailansicht zu Deutschland (ab Seite 100) in englischer Sprache finden Sie hier.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie viele illegale Zigaretten wurden 2025 in Europa konsumiert?

In den 38 untersuchten europäischen Ländern wurden im Untersuchungszeitraum rund 55,3 Milliarden illegale Zigaretten konsumiert. Den Staaten entgingen dadurch Steuereinnahmen in Höhe von rund 22,4 Milliarden Euro, was einem Plus von 15,2% Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Wie hoch sind die Steuerausfälle durch illegale Zigaretten in Deutschland?

In Deutschland verursachten illegale Zigaretten im Jahr 2025 Steuerausfälle von rund 486 Millionen Euro - ein Anstieg um 85 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Welches Land hat den höchsten Anteil illegaler Zigaretten in Europa?

Frankreich bleibt das Land mit dem größten illegalen Zigarettenmarkt Europas. Dort liegt der Anteil illegaler Zigaretten bei 41,4 Prozent (20,5 Milliarden Stück). Frankreich verzeichnete 2025 zudem erneut den stärksten Anstieg beim illegalen Zigarettenkonsum in Europa (+3,8%).

Wie hoch ist der Anteil nicht versteuerter Tabakerhitzer-Produkte in Deutschland?

34 Prozent der konsumierten Tabaksticks wurden nicht in Deutschland versteuert. Das weist auf grenzüberschreitende Käufe sowie auf illegale Zuflüsse hin.

Wie groß ist das Problem bei oralen Nikotinprodukten in Deutschland?

In Deutschland sind laut Bericht 91,9 Prozent der konsumierten Produkte nicht verkehrsfähig. Darunter fallen hauptsächlich tabakfreie Nikotinbeutel (78,6 Prozent) sowie Snus (11,9 Prozent). Für diese Produkte besteht in Deutschland keine regulär zugelassene Vertriebskategorie.

Wie viele illegale Zigarettenfabriken wurden in Europa entdeckt?

Im vergangenen Jahr wurden europaweit mehr als 100 illegale Zigarettenfabriken entdeckt.

Warum wächst der illegale Zigarettenhandel in Europa?

Europaweit zeigt sich ein klarer Trend: Deutliche steuerinduzierte Preisunterschiede zwischen einzelnen Märkten können grenzüberschreitende Ausweichbewegungen sowie illegale Handelsstrukturen begünstigen. Die KPMG-Analyse zeigt außerdem, dass sich die Strukturen der organisierten Kriminalität verändern.

Anmerkung

Für Philip Morris International hat die Unterbindung des illegalen Tabakhandels seit Langem Priorität. Das Unternehmen arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden und anderen Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, um illegale Aktivitäten, einschließlich Fälschungen und Schmuggel, aufzudecken und zu unterbinden. PMI IMPACT ist nur ein Beispiel für das Engagement von Philip Morris International in diesem Bereich - es unterstützt Projekte Dritter, die darauf abzielen, den illegalen Handel zu reduzieren oder zu verhindern. Die Bemühungen von Philip Morris International zur Bekämpfung des illegalen Handels sind in das Tagesgeschäft des Unternehmens eingebettet. Das Unternehmen ergreift Präventiv- und Schutzmaßnahmen zur Kontrolle der Lieferkette, setzt modernste Track-and-Trace-Technologien ein und verlangt von allen Kunden und Lieferanten die Einhaltung strenger Sorgfaltsstandards und -protokolle. Des Weiteren unterstützt PMI einschlägige Vorschriften wie das FCTC-Protokoll zur Unterbindung des illegalen Handels mit Tabakerzeugnissen und die Bestimmungen der EU-Richtlinie zur Rückverfolgung von Tabakerzeugnissen.

Philip Morris International: Ein globaler Vorreiter für eine rauchfreie Zukunft

Philip Morris International (PMI) ist ein führendes internationales Konsumgüterunternehmen, das sich aktiv für eine rauchfreie Zukunft einsetzt und plant, sein Portfolio langfristig auf Produkte außerhalb des Tabak- und Nikotinsektors auszuweiten. Das derzeitige Produktportfolio des Unternehmens besteht in erster Linie aus Zigaretten und rauchfreien Produkten, wie Tabakerhitzern, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Die rauchfreien Produkte von PMI waren zum 31. Dezember 2025 in mehr als 105 Märkten erhältlich und wurden nach Schätzungen von PMI von mehr als 43 Millionen volljährigen Konsumenten und Konsumentinnen in aller Welt genutzt - viele davon haben das Rauchen aufgegeben oder ihren Zigarettenkonsum deutlich reduziert. Das Geschäft mit rauchfreien Produkten machte im ersten Quartal 2026 43 Prozent des gesamten Nettoumsatzes von PMI aus. Seit 2008 hat PMI mehr als 16 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, wissenschaftliche Bewertung und Vermarktung innovativer rauchfreier Produkte für Erwachsene investiert, die sonst weiter rauchen würden, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten vollständig einzustellen. Dazu gehört der Aufbau erstklassiger wissenschaftlicher Bewertungskapazitäten, insbesondere in den Bereichen präklinische Systemtoxikologie, klinische und Verhaltensforschung sowie Studien nach der Markteinführung. Nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für General Snus und die Nikotinbeutel der Marke ZYN von Swedish Match sowie Geräteversionen von IQOS und die dazugehörigen Tabaksticks von PMI eine Marktautorisierung ausgesprochen - die erste dieser Art in den jeweiligen Kategorien überhaupt. Bestimmte Versionen der IQOS Tabakerhitzer, seiner Consumables und das Produkt General Snus erhielten von der FDA auch die ersten Autorisierungen als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko (MRTP). Verweise auf "PMI", "wir", "unser" und "uns" beziehen sich auf Philip Morris International Inc. und seine Tochtergesellschaften. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pmi.com und www.pmiscience.com.

Über die Philip Morris GmbH (PMG)

Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von PMI. Mit einem Marktanteil von 38,4 Prozent im Jahr 2024 ist das Unternehmen bereits seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Das derzeitige Produktportfolio besteht aus Zigaretten und rauchfreien Produkten wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten.

Pressekontakt:

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E-Mail: presse.pmg@pmi.com
Website: philipmorris.de | pmi.berlin

Alle Presseinformationen und den Unternehmensblog von Philip Morris Deutschland finden Sie unter: https://www.pmi.com/markets/germany/de/presse/

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