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Deutsche Wildtier Stiftung

Augen auf für den Artenschutz
Jetzt mitmachen und vom 15. bis 25. Mai Igel und Maulwürfe zählen

Hamburg (ots)

Der eine verrät sich durch sein Schnaufen, der andere durch frisch aufgeworfene Erdhaufen – und beide futtern gerne Regenwürmer: Igel und Maulwurf sind Deutschlands bekannteste Gartenbewohner. Aber wo sieht man sie überhaupt noch? Vom 15. bis 25. Mai gilt es, im eigenen Garten, auf Wiesen und in Parkanlagen genau hinzuschauen: Die Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ geht in die sechste Runde.

Der Mai ist ideal, um die beiden Arten aufzuspüren: „Der Igel ist jetzt nachts sehr aktiv, weil er nach Futter sucht, und bald auch nach einer Partnerin“, sagt Lea-Carina Hinrichs, Artenschützerin bei der Deutschen Wildtier Stiftung. Aber auch verendete Igel, die am Straßenrand liegen, sollen gemeldet werden: „Jede einzelne Information ist wertvoll“, so Hinrichs weiter. Der Maulwurf ist zwar nicht zu sehen, er buddelt unterirdisch nach Nahrung. Aber auch er sucht im Mai nach einem Weibchen. Dabei gräbt er viele neue Tunnelgänge und wirft entsprechend mehr Erdhaufen auf. „Wer frische Hügel auf einer Wiese meldet, hilft den Wissenschaftlern“, so Hinrichs.

Ziel der Meldeaktion ist es, möglichst viele Daten zu Igeln und Maulwürfen zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends erkennen zu können. Zu beiden Kleinsäugern gibt es in Deutschland bisher keine flächendeckenden, verlässlichen Bestandszahlen. Expertinnen und Experten blicken jedoch mit Sorge auf beide Arten: Intensiv genutzte Agrarlandschaften, Stein- und Schottergärten und nicht zuletzt Mähroboter setzen ihnen stark zu. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird noch als „ungefährdet“ geführt. „Wir befürchten, dass bei beiden Arten die Bestände zurückgehen“, sagt Hinrichs.

Sichtungen mit dem genauen Fundort und gerne auch mit einem Foto des Tieres oder der Hügel können über die Plattformen igelsuche.de oder igel-in-bayern.de gemeldet werden. „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt der Deutschen Wildtier Stiftung, der NABU|naturgucker, des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 e. V., des NABU Bundesverbands und des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV).

Fotos auf Anfrage oder auf https://www.deutschewildtierstiftung.de/presse (hier bitte nach unten scrollen).


Pressekontakt:

Jenifer Calvi
Pressereferentin
Deutsche Wildtier Stiftung
Lucy-Borchardt-Straße 2
+4940970786914
j.calvi@deutschewildtierstiftung.de

Original-Content von: Deutsche Wildtier Stiftung, übermittelt durch news aktuell

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