Christoffel Blindenmission e.V.

Pressemeldung der CBM zum Welttag des Sehens am 13. Oktober: Eine Vision verbindet

    Berlin (ots) -

    Welttag des Sehens am 13. Oktober macht auf internationale     Kampagne "Vision 2020" aufmerksam

    "Rund zwei Drittel der Blindheit weltweit kann geheilt oder vermieden werden", sagte Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), aus Anlass des Welttages des Sehens am 13. Oktober. Erschreckend sei darüber hinaus, dass auch in Deutschland nach Aussage von Fachleuten noch sehr viele Menschen unnötig erblinden. Bei nahezu 50 Prozent dieser Menschen könne bei rechtzeitiger Behandlung das Augenlicht erhalten werden.

    Auf einer Fachtagung zur Kampagne "Vision 2020 - Das Recht auf Augenlicht" am Montag in Berlin, erklärten Experten, dass sich nach einer ersten Zwischenbilanz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits Erfolge abzeichneten. Die weltweite Kampagne, an der sich die CBM und andere Nichtregierungsorganisationen unter Federführung der WHO beteiligen, hat zum Ziel, bis zum Jahr 2020 die vermeidbare und heilbare Blindheit zu überwinden.

    Die wesentlich durch Armut und Unwissenheit verursachten Augenerkrankungen wie Kinderblindheit, Onchozerkose und Trachom hätten in einigen Ländern einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen. Bei der Onchozerkose (Flussblindheit) bestehe sogar die berechtigte Hoffnung, dass es ab 2010 keine Neuerblindungen mehr gebe.

    Viele Länder Afrikas und Asiens hätten in Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission inzwischen nationale Blindheitsverhütungsprogramme gestartet, die die Aufklärung der Bevölkerung, Ausbildung von Fachpersonal und die Behandlung Augenkranker vorantrieben.

    Doch nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Deutschland müsse noch viel getan werden, betonten Teilnehmer der Fachtagung in Berlin. So seien neben einer intensiveren Aufklärung über Augenkrankheiten in Deutschland auch eine regelmäßige Erhebung aktueller Daten und die Überprüfung der Erfolge notwendig. Verstärkt werden müsse zudem die Eigenverantwortung der Bevölkerung. Es sei erschreckend, dass allein rund 50 Prozent der von der Augenkrankheit Glaukom betroffenen Menschen in Deutschland von ihrer Erkrankung nichts ahnten. Rechtzeitige Maßnahmen könnten auch in vielen anderen Fällen das Augenlicht erhalten. Hier gelte es, die Politik und die Krankenkassen stärker in die Pflicht zu nehmen.

    Der Welttag des Sehens am 13. Oktober ist ein Höhepunkt der Woche des Sehens. Vom 10. bis 15. Oktober wird mit einer Vielzahl an bundesweit stattfindenden Aktionen auf die Bedeutung von gutem Sehvermögen, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie auf die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam gemacht. Trägerorganisationen der Aktionswoche sind die Christoffel-Blindenmission, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband, der Zentralverband der Augenoptiker, der Berufsverband der Augenärzte, das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit, die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, das Hilfswerk der Lions sowie Pro Retina Deutschland e.V.. Unterstützt wird die Woche des Sehens von Aktion Mensch, den Hauptsponsoren Novartis und Pfizer sowie von Carl Zeiss Meditec und dem HUG-Verlag.

    Weitere Informationen erhalten Sie unter www.woche-des-sehens.de oder unter www.christoffel-blindenmission.de

Pressekontakt:

Christoffel-Blindenmission: Wolfgang Jochum, Tel.: 06251 131-149,
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